WESTERSTEDE - Auf Einladung der Initiative „Ammerländer Bürger gegen die A 22“ haben die SPD-Landtagsabgeordnete Sigrid Rakow, Leitender Baudirektor Lothar Trinter vom Landkreis Ammerland sowie Stephan Grüßing von der Spedition Grüßing an einem Meinungsaustausch im „Ammerländer Hof“ teilgenommen. Sprecher der Bürgerinitiative unterstrichen dabei erneut, dass sie den Bau der Küstenautobahn aus finanziellen und ökologischen Gründen nach wie vor ablehnten. Zugleich wiesen sie auf inakzeptable Einschränkungen hin, die Menschen zugemutet würden, die ganz in der Nähe der geplanten Autobahn wohnten.
Vertreter der SPD, die den Autobahnbau, wie berichtet, grundsätzlich befürwortet haben, griffen den Hinweis auf die betroffenen Menschen auf. Deren Interessen, verlangte MdL Sigrid Rakow, müssten ernst genommen werden. „Es ist unsere Aufgabe, umzusetzen, dass sich die Politik mit den Argumenten dieser Bürger sorgfältig befasst“, sagte die Abgeordnete.
Auch andere Sprecher der SPD zeigten Verständnis für die Bedenken der Autobahngegner. SPD-Ortsvereinsvorsitzende Martina Steguweit-Behrenbeck, die ebenfalls an der Zusammenkunft teilnahm, meinte: „Kein Verkehrsprojekt dieser Größenordnung kann ohne Widerstände geplant werden, weil der Vorteil für die Region meistens die Nachteile nicht unmittelbar sichtbar ausgleicht“.
Die SPD, so Steguweit-Behrenbeck, würde es daher ausdrücklich begrüßen, wenn der Westersteder Stadtrat wegen der Bedeutung der Bundesentscheidung für diese Region eine Stellungnahme zu den bislang öffentlich diskutierten Vorzugsvarianten abgeben würde.
