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Kindergärten Ab Herbst nicht für alle Kinder Plätze da

Claus Stölting

Heidkamp/Wiefelstede - Der Kindergarten in Heidkamp soll erweitert werden. Für bis zu 550 000 Euro sollen zwei neue Gruppenräume samt sanitärer Einrichtungen entstehen – wobei der Sozial- und Jugendausschuss am Dienstag in Wiefelstede bei der einstimmigen Befürwortung der Pläne auch gleich einer Erweiterung des Abstellraums der Mehrzweckhalle und der Erweiterung des Büros der Kindergartenleitung zustimmte. Der Gemeinderat entscheidet abschließend am 24. Juni.

Zu wenig Plätze

Das Problem brennt der Gemeinde unter den Nägeln: Im Gemeindesüden gibt es für das kommende Kindergartenjahr nicht genug Kindergartenplätze. Nach derzeitiger Rechnung der Verwaltung fehlen 17 Plätze – für Kinder, die ab Herbst drei Jahre alt werden und einen einklagbaren Anspruch auf einen Platz haben. Da auch die Kindertagesstätte Metjendorf schon seit einem Jahr eine Gruppe (25 Kinder) in die gegenüber liegende Grundschule übergangsweise und schon länger als ursprünglich geplant ausgelagert hat, will die Gemeinde nun eben Nägel mit Köpfen machen und in einem Neubau zwei Gruppenräume für je 25 Kinder samt sanitärer Einrichtungen an den Kindergarten Heidkamp anbauen.

Nachtragshaushalt nötig

Dort soll dann auch die ausgelagerte Gruppe aus der Grundschule Metjendorf einziehen, für die Heidkamps Leiterin Ingrid Sander nach Angaben der Gemeindeverwaltung längst die Verantwortung übernommen hat. Das Geld für die Erweiterung hat die Gemeinde allerdings noch gar nicht im aktuellen Haushalt eingeplant – ein 1. Nachtragshaushalt muss zunächst vorbereitet werden.

Auch die Frage, ob die Erweiterung nun ein „Anbau“ oder ein „Neubau“ ist, muss noch mit dem Landkreis geklärt werden, der da Fördermittel in unterschiedlicher Höhe pro Kindergartenplatz vergeben kann: im Fall Heidkamp bis zu 127 000 Euro (Neubau) oder bis zu 76 000 Euro (Anbau). Die Gemeinde wird – so Friedrich Schmackers, Leiter des Fachbereichs II „Arbeit, Familie und Soziales“ – einen Förderantrag beim Kreis stellen. Weitere Fördermöglichkeiten sah Schmacker nicht: Den Rest muss die Gemeinde selbst tragen. Da über den Nachtragshaushaltsplan erst in der Ratssitzung am 30. September entschieden wird, kann die Ausschreibung der Erweiterungsarbeiten auch erst danach erfolgen, hieß es im Ausschuss. Entsprechend zurückhaltend geht die Gemeinde mit einem Fertigstellungstermin um: Frühestens „vom Frühjahr 2014“ ist die Rede.

Übergangslösung nötig

Damit tut sich ein weiteres Problem auf: Für diejenigen Kinder, die ab Herbst drei Jahre alt werden und noch auf die Fertigstellung in Heidkamp warten müssen, braucht es Übergangslösungen – wie eine Betreuung durch Tagespflegepersonen. Aber die Verwaltung räumt ein, dass ihr das „große Probleme bereitet“, wie Schmacker erklärte. Keine Lösung sehen die Eltern nach Angaben Schmackers darin, ihre Kinder solange nach Gristede zu bringen oder sie einem Fahrdienst dorthin anzuvertrauen: Dort sind Kapazitäten frei.

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