Wiefelstede - Mit dem Wechsel von herkömmlichen Leuchtstoffröhren zu kompatiblen LED-Leuchtmitteln in den beiden Metjendorfer Sporthallen und der großen Sporhalle beim Schulzentrum in Wiefelstede will die Gemeinde im kommenden Jahr die Stromkosten in genannten Hallen um erwartete 53 Prozent reduzieren. Bei der Vorstellung des aktuellen Energieberichts in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses machte Sven Gerken vom Gebäudemanagement der Gemeinde deutlich: Die Investition in neue Leuchtmittel werde sich bereits in knapp drei Jahren amortisieren.

Im diesjährigen Energiebericht hatte das Gebäudemanagement lediglich jene gemeindeeigenen Gebäude betrachtet, die in Sachen Energie das größte Einsparpotenzial haben. Angesichts der Tatsache, dass die Stromkosten in den vergangenen vier Jahren um rund vier Cent pro Kilowattstunde oder rund 21 Prozent gestiegen waren, hat die Verwaltung in 2015 eben den Stromverbrauch bei der Beleuchtung in genannten Turnhallen im Visier. In der kleinen Turnhalle in Wiefelstede war die Beleuchtung bereits durch eine modernere mit Lichtsteuerung ersetzt worden. „Dort rechnet sich der Austausch derzeit nicht“, erklärte Hergen Buschmann vom Technischen Bauamt der Gemeinde.

Abgeschlossen wird in diesem Jahr beim Schulzentrum Wiefelstede die energetische Sanierung der Außenhülle des Hauptgebäudes, die über vier Jahre angelegt war und für die 1,4 Millionen Euro veranschlagt werden (die NWZ  berichtete). Derzeit laufen noch Arbeiten zur Sanierung der Betonfassade. Im kommenden Jahr müssten dann lediglich noch 700 Quadratmeter Flachdach saniert werden, berichtete Buschmann. Die Kosten liegen hier bei rund 86 000 Euro.

Die Sanierungsmaßnahmen am Schulzentrum Wiefelstede hätten im Vergleich zum Jahr 2008/2009 beim Wärmemengenverbrauch Einsparungen von 21 Prozent in 2013/2014 gebracht – das seien 260 000 Kilowattstunden. „Wir gehen davon aus, dass sich diese Einsparung nach Abschluss der Fassadensanierung noch erhöhen wird,“ erklärte Buschmann.

Einsparungen in Höhe von etwa 30 000 Euro hat beim Schulzentrum zudem die Lieferung von Fernwärme durch die Biogasanlage in Hassel erbracht. Die Anlage beliefert Schulzentrum und Swemmbad seit Mai 2013. Auch im Swemmbad beziffert die Verwaltung die Einsparung von Energiekosten mit rund 30 000 Euro. Einsparungen macht die Verwaltung bezüglich der Lieferung von Fernwärme durch die Biogasanlage sowohl beim Schulzentrum als auch beim Swemmbad zudem bei den CO 2 -Emissionen aus. Sie liegen gegenüber dem Vorjahr beim Schulzentrum bei 185 Tonnen (58 Prozent). Die Menge entspricht den Emissionen von 28 Vier-Personen-Haushalten (Altbauweise) oder 51 Vier-Personen-Haushalten (Neubauweise). Beim Swemmbad liegt die Einsparung bei 156 Tonnen (53 Prozent).