BORBECK - Zur Spitze der deutschen Distanzfahrer gehören Berthold Bol und Wencke Hlyndottir. Bei der Meisterschaft belegten sie Platz drei und vier.
Von Traute Börjes-Meinardus
BORBECK - 84 Kilometer mit dem Sulky durch schweren Sandboden – und das in einer Zeit von nur fünf Stunden und zwölf Minuten. Mit dieser Leistung sicherte sich Berthold Bol aus Borbeck mit „Lion King“ den 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Distanzreiter in Stuck bei Ludwigslust. Seine Trainingspartnerin Wencke Hlyndottir aus Metjendorf belegte mit „Magadan“ den 4. Platz.In der Gemeinde Wiefelstede finden die beiden ein ideales Trainingsgelände. Dreimal die Woche spannen sie den Sulky an und fahren bis zu 70 Kilometer. Berthold Bol ist seit vielen Jahren Distanzfahrer, 1987 war er bereits Deutscher Meister. Wencke Hlyndottir ist erst vor einem Jahr vom Sattel auf den Sulky umgestiegen. Die 32-jährige Lehrerin genießt „den Einklang mit der Natur“ beim Distanzfahren, und der kaufmännische Angestellte schätzt es, im Sulky „völlig abschalten“ zu können.
Volle Konzentration war dagegen bei der Deutschen Meisterschaft gefordert. Mit einer Karte und Hinweismarkierungen mussten die Fahrer den richtigen Weg finden. „Verfahren ist dabei an der Tagesordnung“, berichtet Bol, einen unfreiwilligen Umweg von sieben Kilometern legte der Borbecker zurück. Geahndet wird das Verfahren nicht. Entscheidend ist, möglichst schnell mit einem gesunden Pferd ins Ziel zu kommen.
„Lion King“ und „Magadan“ haben die Meisterschaft gut überstanden, jetzt steht wieder gemäßigtes Training in Feld und Wald rund um die Gemeinde Wiefelstede auf dem Programm.
