Wiefelstede - Die Grundschulen in der Gemeinde sollen personelle Unterstützung erhalten. Der Schulausschuss hat sich am Dienstagabend auf die Schaffung von je zwei Bundesfreiwilligendienst-Stellen (BFD) pro Grundschule geeinigt. Allgemeiner Konsens war: Die Schulen brauchen Unterstützung. Anlass dafür war ein Schreiben des Arbeitskreises „Kinder und Familien in der Gemeinde Wiefelstede“.
Danach gebe es in den Grundschulen immer mehr Kinder mit Auffälligkeiten. Dies führe dazu, dass Lehrer ihren eigentlichen pädagogischen Aufgaben nicht im gewünschten Umfang nachkommen können.
Unterstützung nötig
„Es fehlt an Personal bei Situationen, in denen ... die Kinder betreut und begleitet werden müssen“, heißt es in dem Schreiben des Arbeitskreises. Die Ausschussmitglieder wollten den Vorschlag von Verwaltungsseite, die Finanzierung dieser Stellen von Seiten der Gemeinde abzulehnen, nicht hinnehmen. Welche Art von Unterstützung sinnvoll wäre, ob Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder BFD – darüber wurde lange diskutiert.
„Grundsätzlich finden wir die Einrichtung von FSJ-Stellen sinnvoll“, sagte Kirsten Schnörwangen (CDU). Die SPD-Fraktion beantragte, acht BFD-Stellen auszuschreiben – je eine pro Jahrgang an jeder Grundschule. „Wir wissen, dass zwar das Land Niedersachsen für die personelle Ausstattung zuständig ist – aber den Grundschulen ist mit diesem Wissen nicht geholfen“, sagte Jörg Weden (SPD).
„Wir sollten gut überlegen, was wir beantragen“, sagte Gerold de Boer (Grüne). Denn einig waren sich die Politiker auch: Wenn die Gemeinde, obwohl eigentlich nicht verantwortlich, Geld für Stellen schafft, soll das Land Niedersachsen zum Handeln aufgefordert werden und zukünftig die Mittel dafür bereitstellen.
Land soll Handeln
Die Befürchtung: Wenn die Gemeinde zu weit voranschreite und viele Stellen finanziere, könnte sich das Land nicht zum Handeln bewegen lassen.
Nach drei verschiedenen Anträgen – einem von CDU, UWG, FDP, einem der SPD und einem der Grünen, setzte sich mit sechs Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen der Antrag der CDU, FDP und UWG durch, zunächst zwei BFD–Stellen pro Schule zu finanzieren. Außerdem wurde einstimmig empfohlen, dass mit einem Schreiben an das Kultusministerium solche Stellen eingefordert werden. Mit einem Umlaufverfahren soll darüber hinaus erreicht werden, dass die Stellen schon für das Schuljahr 2014/2015 ausgeschrieben werden.
