Wiefelstede - Energetische Sanierung des Schulzentrums Wiefelstede – letzter Akt: Der Wiefelsteder Bau- und Umweltausschuss wird in seiner öffentlichen Sitzung an diesem Montag, 10. März, ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses über die Ausführungsplanung informiert. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Gemeinde 1,45 Millionen Euro für die vier Sanierungsschritte seit 2011 ausgegeben haben.
Nachdem in den vergangenen Jahren sämtliche Fassadenelemente sowie die Heizungsverteiler im Schulzentrum saniert worden waren, soll es nun an die Sanierung von Betonfassaden, Flachdächern und die Demontage der ausrangierten Lüftungszentralen gehen. Dafür stehen erneut 362 500 Euro im Haushalt 2014 zur Verfügung. Zudem gibt es eine Restsumme in Höhe von 70 000 Euro, die bei den Sanierungsmaßnahmen 2013 übrig geblieben ist.
Weiterhin soll der Bebauungsplan Nummer 118 II aufgestellt und die 106. Änderung des Flächennutzungsplans beraten werden. Es geht um eine Erweiterung des Gewerbegebietes Eisenstraße in Wiefelstede.
Nachdem ein Geruchsgutachten festgestellt hatte, dass die Wiefelsteder Kläranlage in einigen Bereichen stärker müffelt als erlaubt (die NWZ berichtete), hatte der Wiefelsteder Verwaltungsausschuss am 2. Dezember 2013 beschlossen, die EWE als Betreiberin der Kläranlage mit den notwendigen Planungen zur Feststellung der Investitionskosten zu beauftragen und einen Zeit- und Kostenplan bis zum Frühjahr 2014 festzulegen. Dann sollte erneut beraten und in Absprache mit den Fachbehörden entschieden werden, wann welche Maßnahmen zur Geruchsreduzierung umgesetzt werden. In ihrer Beratungsvorlage für den Ausschuss teilt die Gemeindeverwaltung mit, dass die EWE noch Zeit braucht – bis Ende März. Um weitere Verzögerungen zu verhindern, soll jetzt darüber beraten werden, die voraussichtlich Anfang April vorliegende Planung bereits im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss am 28. April vorzustellen. Dann könnte das Ergebnis der Beratungen im Bau- und Umweltausschuss am 30. Juni öffentlich präsentiert werden.
Auch die Vertreter der EWE hatten im November 2013 in der damaligen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses bei der Vorstellung des Geruchsgutachtens eine „Handlungsnotwendigkeit“ bei der Kläranlage gesehen (die NWZ berichtete). Die Untersuchung hatte vor allem drei Bereiche der Kläranlage als besondere „Stinker“ ausgemacht: das Rechengebäude, in dem zunächst alle Abwässer ankommen, das Ausgleichsbecken und den Schlammspeicher. Am Beispiel der Kläranlage in Westerstede, bei der durch mehrere Maßnahmen wie die Abdeckung von Becken bereits Geruchsbelästigungen sehr erfolgreich vermieden werden, zeigten die EWE-Vertreter im Ausschuss ebensolche Lösungsmöglichkeiten für Wiefelstede auf – wie etwa die Abdeckung des Ausgleichsbeckens und des Schlammspeichers. Das komplette Paket würde – so damals die ersten Schätzungen – etwa 750 000 Euro verschlingen.
