Wiefelstede/Metjendorf - Mit 6:5 Stimmen hat sich der Sport- und Kulturausschuss am Montagabend dagegen ausgesprochen, Geld für den Bau einer Gymnastikhalle für den TV Metjendorf zur Verfügung zu stellen. CDU, UWG und FDP stimmten gegen einen entsprechenden Antrag des Vereins. SPD und Grüne dagegen plädierten für den Bau einer solchen Halle.
Bei vorhandenen, freien Hallenzeiten in wenige Kilometer entfernten Nachbarorten sei die CDU auch angesichts der Finanzsituation der Gemeinde nicht bereit, mehrere 100 000 Euro in neue Sporthallen zu investieren, appellierte Heinz-Gerd Claußen an den Verein, Hallen in anderen Orten in seine Planung mit einzubeziehen.
Gerold de Boer (Grüne) erinnerte daran, dass die Gemeinde trotz der demographischen Entwicklung wegen wachsenden Bedarfs im Gemeindesüden Geld für eine Krippe in Ofenerfeld sowie für die Erweiterung des Kindergartens in Heidkamp in die Hand nimmt. Auch bei Sportstätten gebe es erhöhten Bedarf. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, machte de Boer deutlich, die Kinder ansonsten zum Sport nach Ofenerdiek oder Alexandersfeld abwandern würden. Die Grünen sprächen sich allerdings für die kostenmäßig mittlere der drei vom Verein vorgelegten Varianten (390 000 Euro) aus.
Der TV Metjendorf hatte vorab deutlich gemacht, dass er sich mit den Gegebenheiten arrangieren könnte, wenn der SVE Wiefelstede auf seine Hallenzeiten für die Handballer in Metjendorf verzichten würde. Über einen alternativen Beschlussvorschlag der Verwaltung, diese möge auch zu einem Vermittlungsgespräch zwischen den Vereinen einladen, stimmte der Ausschuss jedoch nicht mehr ab.
