WIEFELSTEDE - 44 Prozent derer, die sich an der im Sommer gestarteten Bürgerumfrage der Wiefelsteder SPD beteiligt haben, wünschen sich die Einrichtung eines Kunst-und Kulturkreises in der Gemeinde – „keine Mehrheit, aber doch eine starke Gruppe“, wie SPD-Fraktionssprecher Jörg Weden erklärte. Die Sozialdemokraten hatten in einer thematisch breit angelegten Befragung 6000 Haushalten Fragebögen zukommen lassen: Fünf Prozent oder ganz exakt 302 Haushalte schickten sie beantwortet zurück. Fraktionssprecher Jörg Weden stellte die Auswertung jetzt in einer öffentlichen Veranstaltung des SPD-Ortsvereins in Rabes Gasthof vor – und betonte gleich, dass die Umfrage wissenschaftlichen Ansprüchen natürlich nicht genügen könne. „Einige Ergebnisse hatten wir so aber doch nicht erwartet“, sagte Weden. Bezüglich des „Energie-Profils“ der Gemeinde etwa hielten auf die Frage: „Wie wichtig ist für Sie die Gewinnung erneuerbarer Energien in der Gemeinde?“ lediglich 13 Prozent der Befragten „erneuerbare Energien“ für „unwichtig“ oder „eher weniger wichtig“. Auf die Frage: „Welche Energiequellen sollten nach ihrer Meinung ausgebaut werden?“ antwortete eine klare Mehrheit mit „Windenergie“, dicht gefolgt von „Solarenergie“.
Das vorhandene Schulangebot in der Gemeinde hielten lediglich 14 Prozent der Befragten für ausreichend. Auf die Frage „Welches Schulangebot fehlt nach Ihrer Meinung in der Gemeinde?“, kreuzten 45 Prozent „IGS“ an, 24 Prozent „klassisches Gymnasium“ und 17 Prozent „KGS“. Weden: „Deutlich wurde in jedem Fall, dass eine übergroße Mehrheit ein gymnasiales Angebot wünscht.“
Moniert wurde der Mangel an Fachärzten, es fehlten danach Augenärzte, Frauenärzte, Hautärzte und Orthopäden – „offensichtlich ein Ergebnis der demografischen Entwicklung“, wie Weden feststellte. Damit einher geht in der Auswertung für die SPD die negative Bewertung des Öffentlichen Personennahverkehrs nach Oldenburg, Varel oder in die Kreisstadt Westerstede.
Positiv gesehen wird von den Befragten die Arbeit in den Kindertagesstätten und an den Grundschulen, angemahnt werden jedoch fehlende Hortplätze. Auf die Frage „Wo kaufen Sie überwiegend die Dinge des täglichen Bedarfs?“ wurde mehrheitlich Wiefelstede genannt, allerdings spielen auch andere Orte (Oldenburg, Rastede oder Varel) eine Rolle; Wohn- oder Arbeitsort beeinflussen nach Einschätzung der SPD das Verhalten. Beim Angebot wurde der Ort Wiefelstede mit „gut“ beurteilt, deutliche Defizite gebe es in Metjendorf. Die Ergebnisse der Befragung sollen nun in die politische Arbeit einfließen.
