WIEFELSTEDE - „Im Hauptschulbereich können wir teilweise noch nicht einmal mehr von einer Einzügigkeit sprechen“, bemerkte Wiefelstedes Bürgermeister Helmut Völkers in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates im Gristeder Gasthaus „Kuck sin Died“. Der Landkreis Ammerland schreibe den Schulentwicklungsplan fort, „für uns sehe ich hier Handlungsbedarf“, so Völkers: „Der Schulstandort Wiefelstede muss gestärkt werden.“ Jeder zweite Schüler besuche inzwischen das Gymnasium oder eine kooperative Schulform. Die Gemeinde habe umfangreiche Investitionen getätigt, „die jetzige Entwicklung trifft uns schon substantiell“.

„Wir müssen gegensteuern“, erklärte auch SPD-Fraktionschef Hans-Dieter Schneider. Der Schulstandort müsse gesichert werden. Auch größere Betriebe würden sich in Wiefelstede nur ansiedeln, wenn die Infrastruktur gegeben sei.

Das Statistische Jahrbuch, das die Gemeinde Wiefelstede aktuell herausgegeben hat, weist die Tendenz nach unten aus. Während die Schülerzahl an der Realschule in etwa stagniert, ist sie an der Hauptschule seit 2005 rückläufig – jetzt sind es noch 191 Schülerinnen und Schüler.

Insgesamt 642 Schülerinnen und Schüler besuchen auswärtige Schulen. 375 gehen nach Rastede zur Kooperativen Gesamtschule, 102 auf Oldenburger Gymnasien und 101 zum Jadegymnasium.