WIEFELSTEDE - In mehreren Fragerunden konnten sich die Kandidaten beweisen. Auch das Publikum war gefragt.

Von Matthias Eichler

WIEFELSTEDE - Auf großes Interesse der Wiefelsteder Bevölkerung stieß die Diskussionsrunde mit den örtlichen Bürgermeisterkandidaten, zu der die NWZ -Redakteure Christian Bartsch und Wolfgang Müller am Mittwochabend eingeladen hatten: Über 200 Bürger sicherten sich teilweise schon früh die besten Plätze im Wiefelsteder Gasthof Rabe, um das Aufeinandertreffen von Amtsinhaber Helmut Völkers (parteilos, für die SPD) mit seinen Herausforderern Manfred Gardemann (CDU), Ralf Becker (UWG) und Jens-Gert Müller-Saathoff (Grüne) hautnah mitzuerleben. Beifall fand auch die von der Firma Bruns-Pflanzen (Bad Zwischenahn) geschmackvoll dekorierte Bühne.

Die Schulsituation in der Gemeinde Wiefelstede war das erste Thema des Abends: Während Helmut Völkers ein gymnasiales Angebot in Wiefelstede als „lanfristiges Ziel“ bezeichnete, lehnte Manfred Gardemann diese Pläne für Wiefelstede strikt ab. „Dafür braucht man mindestens 900 Schüler“, so der CDU-Kandidat, und die werde es in Wiefelstede auch künftig nicht geben. Während der grüne Kandidat Jens-Gert Müller-Saathoff sich ebenfalls für ein gymnasiales Angebot am Ort erwärmen konnte, tendierte UWG-Bewerber Ralf Becker eher zur Position der CDU: „Ich kann nicht erkennen, dass uns die Jugendlichen, die außerhalb der Gemeinde zur Schule gehen, in den örtlichen Vereinen fehlen.“

Nachdem auch die Haushaltslage der Gemeinde und die Küstenautobahn A22 diskutiert worden waren, beschäftigte sich die Kandidatenrunde abschließend mit den Metjendorfer Baugebieten. Dann ging es in die „Sprintrunde“: Von den NWZ -Redakteuren vorgegebene Halbsätze und die darauf gegebenen spontanen Antworten (siehe Infokasten) sorgten für so manchen Lacher im Publikum.

Zum Abschluss der zweistündigen Veranstaltung übernahm das Publikum und fragte die Kandidaten u. a. zur Kleinsporthalle in Spohle, zur Situation des örtlichen Einzelhandels und zu geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des Lehrstellen- und Arbietsplatzangebotes. Auch nach dem offiziellen Teil diskutierten Kandidaten und Bürger im Saal angeregt weiter.