WIEFELSTEDE - Den zwölfjährigen Theis Wemken führt der Weg nach der Schule oft direkt in den Stall. Besonders, wenn eine der Kühe der Familie Kälbchen erwartet. So auch vor einer Woche. Gespannt sah er in die Box der werdenden Mutter Sandra und sah prompt ein kleines Kälbchen im Stroh liegen.
Größer war die Überraschung für seinen Vater, Landwirt Holger Wemken. Bereits am Vormittag hatte er dieselbe Kuh von zwei Kälbchen entbunden mit einem dritten Schwarzweißgeflecktem hatte er nicht mehr gerechnet. Drillingskälbchen sind selten, einen solchen Fall hatten wir in der Gemeinde schon bestimmt zehn Jahre nicht mehr, erzählt Wemken. Wir hatten mit Zwillingen gerechnet.
Nun tollen zwei weibliche und ein männliches Kälbchen durchs Stroh. Alle drei sind wohlauf und proben ihre Kräfte schon mit kleinen Bocksprüngen. Meistens sind bei Drillingsgeburten nicht alle Tiere gesund. Auch für die Kuh ist eine solche Schwangerschaft belastend, weiß Wemken.
Die Kleinen werden nun dreimal am Tag von Familie Wemken gefüttert, ihre Mutter erholt sich derweil in einer separaten Box. Zehn Kilo weniger als ein Einzelkind bringt ein Drilling auf die Waage. Sie sind deutlich kleiner als normal. Aber sie müssen ja zu dritt in den Bauch der Mutter passen, erklärt Wemken.
