MARCARDSMOOR - Die Marcardsmoorer Moorflächen werden bis auf zehn Prozent vor dem Abbau geschützt. 'Ein toller Erfolg für alle, die sich für den Schutz der wertvollen Moorflächen eingesetzt haben. Das ist auch ein wichtiger Betrag für den Natur- und Klimaschutz. Gut, dass diese natürlichen Kohlendioxidspeicher erhalten bleiben', erklärte die Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz aus Borkum/Leer bei einem Ortstermin in Marcardsmoor.
Die Landespolitikerin gratulierte den Aktiven in der Wiesmoorer Ortschaft zu den gelungenen Verhandlungen zum sogenannten Integrierten Gebietsentwicklungsprojekt (IGEK) und lobte die Anwohner für die konstruktive Mitarbeit, die wesentlich zum Gelingen des IGEKs beigetragen habe.
Das Integrierte Gebietsentwicklungskonzept ist eine Vorgabe der Landesraumordnung und seit dem 19. Dezember nun Bestandteil der regionalen Raumordnung (RROP) des Landkreises Aurich. Beteiligt an den Verhandlungen zur Kompromissfindung waren außerdem Vertreter der Stadt Wiesmoor, des Landkreises Aurich und der betroffenen Torfabbaufirmen.
'Selbst wenn nicht alle ganz zufrieden sind, so ist doch ein guter Kompromiss entstanden, auf den ihr stolz sein könnt', sagte Janssen Kucz den Mitgliedern der Marcardsmoorer Initiative.
Die Grünen-Politikerin Meta Janssen-Kucz informierte sich bei einem Rundgang auch über die geplante 'Lernwerkstatt Moor'. 'Das Konzept ist durchdacht, zukunftsweisend und sicher auch noch für unsere Enkel interessant', wird Janssen Kucz in einer Presseinformation zitiert. Sie sagte zu, die Realisierung des Projektes in Hannover zu unterstützen und sich über den weiteren Verlauf zu informieren.
Die Anwohner nutzten die Gelegenheit, sich bei der Politikerin zu bedanken. 'Sie war von Anfang an für uns da und hat uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden', sagte die Marcardsmoorerin Trude Ahlfs.
