WIESMOOR/GROßEFEHN - Mit einem Fest auf dem Buchenhof von Eckart Cordes, Vorsitzender der Westgemeinschaft Wiesmoor, und seiner Familie feierten die Wiesmoorer, Spetzerfehntjer und Großefehntjer am Sonnabend 'ihren' Radweg entlang der Kanalstraße.

Ein wenig ins Rampenlicht rückte Aurichs Landrat Harm-Uwe Weber bei der offiziellen Übergabe den Ideengeber der 3,4 Kilometer langen Strecke: Gerhard Ferdinand hatte vor zehn Jahren gesagt: So geht das nicht weiter. Tochter Melanie war damals acht Jahre alt und Radfahren an der Kanalstraße, führte häufig mit gleichzeitig passierenden Pkw zu brenzligen Situationen.

Gemeinsam mit dem Wiesmoorer Kreistagsabgeordneten Johannes Kleen setzte er sich im Laufe der Jahre dafür ein, dass besagte Strecke in der Prioritätenliste des Landkreises Aurich weiter nach vorne gerückt wurde, sammelte 2007 zum beispielsweise 250 Unterschriften. Nach zehn Jahren ist er nun am Ziel.

Der Radweg ist Teil einer Gesamtbaumaßnahme mit einem geschätzten Volumen in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro. Bis zum Ende des Jahres werden noch zwei Radwegbrücken an der K 136 in Großefehn über die Spetzerfehn-Norderwieke gebaut sowie drei neue Haltestellen.

'Jeder der 3,5 Millionen Euro ist gut angelegtes Geld für die Sicherheit der Bürger', so Großefehns Bürgermeister Olaf Meinen. Friedrich Völler, Bürgermeister der Stadt Wiesmoor, sieht den Radweg als weiteres Zeichen für die gute Zusammenarbeit von Gemeinde Großefehn und Stadt Wiesmoor. 'Was lange währt, wird endlich gut', kommentierte er die zehn Jahre Zeit, die über die erste Idee von Gerhard Redenius bis zur Fertigstellung vergangen ist.

Redenius selbst freute sich über die Wertschätzung seines Engagements und kam mit seiner Frau und Tochter mit dem Fahrrad zur Radwegparty.