WIESMOOR - Die Juso-AG aus Wiesmoor und Großefehn hat auf ihrer als Weihnachtsfeier abgehaltenen Mitgliederversammlung den ausgehandelten Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD diskutiert. Bei der anschließenden Probeabstimmung votierten neun der elf Anwesenden für den Vertrag, zwei enthielten sich.

'Unmittelbar nach der Bundestagswahl waren viele von uns sehr skeptisch, was eine große Koalition anging. Doch mittlerweile ist es so, dass die aus SPD-Sicht sehr ordentlichen Ergebnisse bei den Verhandlungen uns die Zustimmung leichter machen', so Pressesprecher Henning Kulbarsch. 'Auch wenn der Vertrag überwiegend aus kleinen Schritten besteht, so sind diese immer noch besser als eine rückschrittliche Koalition ohne SPD-Beteiligung. Wichtig sind uns vor allem der Mindestlohn von 8,50€ und die verstärkte Förderung beruflicher wie hochschulischer Bildung', erklärt der Juso-Chef Benjamin Feiler.

'Sicherlich gibt es im Koalitionsvertrag Punkte, die uns nicht gefallen, etwa die PKW-Maut oder die arg interpretationsbedürftige Aussage zur Gleichstellung der Homo-Ehe. Insgesamt aber können wir mit dem Vertrag sehr zufrieden sein', so die stellvertretenden Juso-Chefs Matthias Heeren und Marco Roß.