WIESMOOR - Eigentlich hätte es eine ganz normale Sitzung des Arbeitsausschusses Kloot werden sollen. Doch es kam anders. Hendrik Rüdebusch nutzte die Versammlung, um die Ostfriesen zum Feldkampf herauszufordern.
Die Situation bei den Klootschießern ist zur Zeit nicht optimal. Weder auf oldenburgischer noch auf ostfriesischer Seite gibt es einen Feldobmann und der geplante Feldkampf in Stollhamm kommt wegen der Witterungsbedingungen auch in diesem Winter wohl nicht zustande.
Um den Jugendwerfern die Chance zu bieten, sich zu präsentieren, findet am Sonntag, 1. März, ein Vergleichswerfen auf dem Segelflugplatz in Bohlenbergerfeld statt. Die Werfer der Hauptklasse müssen hingegen ein weiteres Jahr warten – oder auch nicht.
Den die Klootschießer um Hendrik Rüdebusch (KV Ammerland) haben sich kurzerhand entschlossen, selbst aktiv zu werden und die Ostfriesen herauszufordern. Dies ist am Mittwoch geschehen, als Rüdebusch während einer Sitzung des Arbeitsausschusses Klootschießen in der Geschäftsstelle des FKV Wiesmoor auftauchte und traditionsgemäß den Kloot aufgehängt hat.
Unsicher waren sich die Anwesenden zunächst noch, wer die Herausforderung annehmen sollte. Da es keine Feldobleute gibt, waren die Zuständigkeiten etwas unklar. Egon Allgeier, Jugendfeldobmann des LKV Ostfriesland, nahm die Herausforderung stellvertretend entgegen.
In einem Telefonat hat sich dann Horst Dieling (KV Aurich) bereit erklärt, die Mannschaftsführung der Ostfriesen zu übernehmen und eine Mannschaft aufzubieten, die gegen die Oldenburger antritt. Bis zum kommenden Donnerstag soll das Team stehen, so verlangen es die Bedingungen, die Rüdebusch am Mittwoch überreicht hat.
Geworfen werden soll auf oldenburgischem Boden und zwar traditionell übers Brett. Die Mannschaften werden aus fünf bis sieben Werfern der Junioren oder Männer bestehen. Pro Werfer soll es vier Wurf geben, die dann addiert werden. Die Details sollen die Mannschaftsführer noch klären.
Auch wenn es kein Feldkampf im klassischen Sinne wird, haben die Ostfriesen nun Gelegenheit, Revanche für die Niederlage beim bislang letzten Aufeinandertreffen in Utgast zu nehmen. Seinerzeit verloren die Gastgeber in allen drei Altersklassen. Seit dem Februar 2012 warten die Werfer des LKV nun darauf zu zeigen, dass sie es mit den Kontrahenten aus Oldenburg aufnehmen können.
Johannes Tränapp, Vorsitzender des ostfriesischen Verbandes, vermutete schon scherzhaft, dass die Oldenburger ihren guten Draht nach oben genutzt hätten, um Feldkampfwetter zu verhindern und so den Ostfriesen die 'Schmach von Utgast' noch länger vor Augen zu halten.
Doch nun soll es wieder einen Vergleich geben. Wer dann für die Oldenburger und Ostfriesen antreten wird, muss in den kommenden Tagen geklärt werden.
