Wiesmoor - Wer zum Beispiel ein Gewerbe an- oder abmelden möchte, kann das künftig über das Internet ganz einfach per Mausklick machen. Seit Februar arbeitet Reiners auf dieser neu geschaffenen Stelle der Verwaltung, um unter anderem Dienstleistungen für Einwohner online anzubieten.
In Zusammenarbeit mit der Firma Itebo ist das Bürgerportal entstanden. „Im Prinzip funktioniert das wie ein Online-Shop“, erklärt Bürgermeister Sven Lübbers, „man wählt eine Dienstleistung aus und füllt die Formulare aus. Im Anschluss bezahlt man direkt über PayPal oder wählt eine andere Zahlungsmöglichkeit aus.“
Im Portal kann man den Bearbeitungsfortschritt verfolgen. Angeboten werden überwiegend Dienstleistungen, die zuvor das Einwohnermeldeamt übernommen hat. „Im Laufe des Prozesses muss sich rausstellen, inwiefern bestimmte Leistungen überhaupt digitalisiert werden können“, betont Reiners.
Sinnvolle Digitalisierung
Aufgrund des Onlinezugangsgesetzes, das Kommunen verpflichtet, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen digital anzubieten, stellt nun auch das Wiesmoorer Rathaus um. „Bürger wollen einfach und schnell kommunizieren und das Rathaus örtlich und zeitlich unabhängig erreichen“, sagt Lübbers, der diesen Schritt in Richtung Digitalisierung als sinnvoll erachtet. Zugleich bleibt das Rathaus aber auch zu den normalen Öffnungszeiten sowie per E-Mail und telefonisch erreichbar.
Seit August ist das digitale Bürgerportal OpenRathaus auf der Seite der Stadt Wiesmoor fertig. „Wir warten nun noch auf Rückmeldung vom Land Niedersachsen, da das Servicekonto, bei dem sich Einwohner registrieren müssen, mit einem Konto des Landes Niedersachsen verbunden ist.“ Das Land möchte so erreichen, dass Bürger dann mit einem Konto auch Dienstleistungen beim Land oder beim Bund erledigen können.
Papierloses Rathaus
Auch sonst soll die Verwaltung digitaler werden. „Ich wünsche mir, dass wir ein papierloses Rathaus werden. Und die Aktenschränke weniger“, sagt Lübbers. Dafür erarbeitet Lena Reiners derzeit ein Dokumentenmanagementsystem. „Dokumente sollen digital abgelegt werden. Arbeitsprozesse sollen künftig digital dokumentiert und abrufbar sein“, sagt Reiners.
