Wiesmoor - Die Stadtverwaltung Wiesmoor steigt tiefer in die digitale Welt ein. Jetzt hat sie mit Lena Reiners erstmals eine Digitalisierungsbeauftragte eingestellt. „Dieser Part nimmt einen immer größeren Stellenwert bei unserer Arbeit ein“, betonte Bürgermeister Friedrich Völler bei der Vorstellung dieser Personalie. Allein die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig die Möglichkeiten von Homeoffice und digitaler Arbeit sind.
„Ihre Aufgabe sind die konzeptionelle Analyse und Optimierung von Organisationsprozessen“, beschreibt Fachbereichsleiter Sven Lübbers, in dessen Bereich Zentrale Dienste, Touristik und Kultur Reiners‘ Tätigkeit angesiedelt ist. Es gehe um die Verbesserung der digitalen Zugangs- und Kommunikationsmöglichkeiten, die Einführung von Systemen zur Unterstützung der digitalen und mobilen Arbeit, aber auch die Pflege, Weiterentwicklung und Administration von webbasierten Anwendungen. Lübbers: „Bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen muss schließlich das Onlinezugangsgesetz (OZG) umgesetzt werden.“
Laut Völler und Lübbers war es gar nicht so einfach, diese Stelle adäquat zu besetzen. Doch dann habe sich die 25-jährige Lena Reiners beworben, die in der Verwaltung bereits bekannt ist und viele passende Voraussetzungen und Eigenschaften mitbringt. Reiners, die mit Ehemann in Bentstreek lebt, hatte sich zunächst zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit ausbilden lassen, absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaft und war in den vergangenen Jahren bei der Luftkurort Wiesmoor Touristik GmbH (LWTG) angestellt. „Ich habe großes Interesse an den neuen Medien und bringe Kreativität im Bereich Digitalisierung mit“, sagt die neue Mitarbeiterin, die an anderer Stelle bereits selbstständiges Arbeiten, Engagement und Teamfähigkeit bewiesen hat.
Im Bereich Digitalisierung und Prozessmanagement ist Lena Reiners fortan für die Betreuung von digitalen Akten zuständig, die demnächst die Papierform in vielen Bereichen ablösen wird. Die neue Mitarbeiterin wird aber auch die städtische Internetseite betreuen, weiterentwickeln und es technisch ermöglichen, dass Bürger darüber immer mehr Formulare praktisch herunterladen und ausdrucken können, wie Sven Lübbers erläutert. Die Website könne nicht mehr „nur nebenbei“ betreut werden, die damit verbundenen Dienstleistungen und Instrumente müssten vielmehr erweitert werden.
Und: Mit der 25 Jahre alten Fachfrau will die Stadt Wiesmoor jetzt in die Sozialen Medien einsteigen, sich bei Facebook und Instagram darstellen, aktuelle Themen zeitgerecht kommunizieren und diese Kanäle mit hoher Reichweite unter anderem für Bürgerinformation und Personalsuche nutzen. „Damit erreichen wir dann auch andere beziehungsweise jüngere Zielgruppen“, sagt die Digitalisierungsbeauftragte.
