WIESMOOR - Das wechselhafte und ungemütliche Regenwetter war für viele potenzielle Besucher am zweiten Adventssonntag wohl der springende Punkt, den Weihnachtsmarkt im Wiesmoorer Torf- und Siedlungsmuseum zu meiden. Dabei ist die vom Förderverein zur Erhaltung des moorkundlichen Heimatgutes und des Gewerbevereines organisierte Veranstaltung so ausgelegt, um auch bei schlechtem Wetter ein paar gesellige Stunden in gemütlicher Atmosphäre zu erleben.

'Wir machen das beste daraus', erzählt Hanne Gerdes aus Wiesmoor und Freundin Ulrike Binuit aus Großefehn stimmt zu. Sie hielten am Stangenofen des alten Trauzimmers bei Ostfriesentee und Neujahrskuchen einen Klönschnack. Dass der Regen dabei an die alten Fenster prasselte, störte die beiden Frauen wenig. Im Gegenteil: Die Geräuschkulisse unterstrich die gemütliche Atmosphäre.

Im mittlerweile dritten Jahr diente das Museumsdorf mit seinen kleinen Fehnhäuschen als Austragungsort für den Weihnachtsmarkt der Blumenstadt, der sich durch seine Gemütlichkeit und Einzigartigkeit auszeichnet. Denn auf welchem Weihnachtsmarkt kann man die Bräuche und Lebensumstände aus längst vergangenen Tagen wieder neu entdecken und beispielsweise einem Schmied über die Schulter schauen?

Allgemein stand der Wiesmoorer Weihnachtsmarkt im Zeichen des Handwerks. So präsentierten verschiedene Hobbykünstler, die im Torf- und Siedlungsmuseum größtenteils alte Bekannte sind, ihre Holzfiguren und auch Handarbeiten. Reichhaltig war selbstverständlich auch wieder das kulinarische Angebot, angefangen beim geräucherten Fisch, über Kakao, Rosmarinkartoffeln, Glühwein, Waffeln bis hin zum Bio-Kinderpunsch, das von den Wiesmoorer Vereinen und Gruppen reichhaltig bestückt und liebevoll angeboten wurde.

'Jetzt hoffen wir auf das nächste Wochenende', teilte Hermann Schreiber angesichts der vielen Regenschauer am Rande des Weihnachtsmarktes mit. Er wünscht sich Schnee und trockenes Winterwetter mit knackigen Temperaturen.