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Hauptschule wartet aufs W-LAN

Wildeshausen Fünf Milliarden Euro will der Bund für Computer und IT-Technik an den Schulen ausgeben. Die dafür geplante Grundgesetzänderung wurde indes gestoppt. Zwar wollen die Länder gern das Geld nehmen; bei späteren Programmen aber nicht 50 Prozent zuschießen. Die Debatte um den „Digitalpakt“ nimmt die NWZ zum Anlass, bei den Wildeshauser Schulen in Sachen medialer Ausstattung nachzuhaken.

Gymnasium

Das Gymnasium ist nach den Worten seines Leiters Ralf Schirakowski sehr zufrieden mit dem Landkreis als Schulträger. Die Ausstattung mit so genannten Whiteboards, also interaktiven Tafeln, Rechnern und Dokumentenkameras sei recht gut. „Wir können alles machen, aber machen nicht alles“, erklärt Schirakowski. unter Hinweis auf das pädagogische Konzept. Notwendig seien in jedem Fall schnelle Glasfaserleitungen. Der Schulleiter sagt, es sei richtig, mehr Geld in die Bildung zu stecken. Es müsste allerdings auch über kleinere Klassen und die Schulsozialarbeit diskutiert werden.

Berufsbildende Schulen

Die Förderung der beruflichen Handlungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler ist ohne digitale Medien immer weniger vorstellbar, so Tanja Schlotmann, kommissarische Leiterin der Berufsbildenden Schulen (BBS). „Die neuen Medien verändern das Lernen.“ PC-Arbeitsplätze und Notebooks gibt es vor allem im Beruflichen Gymnasium, aber auch in anderen Bereichen. Schlotmann zeigt sich mit dem Schulträger, dem Landkreis, ebenfalls sehr zufrieden.

Im Kreishaushalt stehen nach den Worten von Schulamtsleiter Maik Ehlers jährlich rund 200 000 Euro bereit, damit die kreiseigenen Schulen, dazu gehören das Gymnasium Wildeshausen, die BBS und die Förderschulen, digitale Endgeräte wie Notebooks und Tablet-PC beschaffen können. Die Beschaffung richte jede Schule nach ihrem pädagogischen Konzept aus.

Realschule

Die Realschule Wildeshausen hat bereits seit 2004 zwei Computerarbeitsräume, erklärt Schulleiter Jan Pössel. Dank des sehr rührigen Fördervereins konnten zwei mobile Wagen mit je 16 Notebooks beschafft werden. Zwei weitere Laptop-Wagen sollen dazu kommen. In diversen Klassenräumen gebe es interaktive Whiteboards. Zudem biete die Schule seit zwei Jahren W-LAN. Pössel würdigt insbesondere die Arbeit mit dem „I-Serv“-Schulserver. Lehrer, Schüler, aber auch Eltern erhalten ein Passwort für das Webportal. Dort können sie Arbeitsbögen herunterladen, an Arbeitsgruppen teilnehmen oder aktuelle Infos zum Schulleben erhalten. „I-Serv bietet großartige Möglichkeiten“, sagt Pössel. Vor allem sei der Austausch rechtssicher.

Aus Sicht des Realschulleiters ist es „dringend notwendig“, dass sich der Bund an den erheblichen Kosten für neue Medien beteilige. „Dabei geht es aber nicht nur um die Hardware“, sagt Pössel, „sondern vor allem um die Wartung.“ Der Bedarf an System-Administratoren steige.

Hauptschule

 Die Hauptschule Wildeshausen steht nach den Worten ihrer Leiterin Dorit Hielscher „noch am Anfang“. Es gebe zwei Räume mit interaktiven Whiteboards. Hinzu komme ein Klassensatz mit Notebooks, die nahezu täglich im Einsatz seien. Leider habe die Hauptschule noch kein W-LAN; dann sei eine bessere Nutzung der Notebooks möglich. Nach Angaben der Stadt wird die Hauptschule auch einen Wagen mit 16 Notebooks erhalten. Auch Schulleiterin Hielscher betont, dass die Wartung der Technik keinesfalls Sache der Pädagogen sein könne.

Grundschulen

Im Vorjahr hat die Stadt Wildeshausen einen Medien-Entwicklungsplan für ihre Schulen – dazu gehören neben Haupt- und Realschule auch die drei Grundschulen – aufgestellt. Die Umsetzung läuft auf Hochtouren, sagt Michael Müller, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, Bildung und Sport. In der Grundschule Wallschule sei jeder Klassenraum mit PC und Whiteboard ausgestattet. Auch gebe es einen Computer-Arbeitsraum. Während die Wallschule bereits W-LAN biete, erhalten die Grundschulen St. Peter und Holbein erst nächstes Jahr W-LAN. In der St.-Peter- und in der Holbeinschule gebe es zudem diverse Touchboards. Kommendes Jahr seien alle Wildeshauser Schulen an „I-Serv“ angeschlossen. Müller erklärt, aus Sicht der Kommunen müsse sich das Land an den Wartungskosten beteiligen.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701