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Trauer um verstorbene Schauspielerin
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Hannelore Elsner Ist Tot
Trauer um verstorbene Schauspielerin

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Als die Reliquien in die Stadt kamen

21.10.2016

Wildeshausen Der Rathaussaal in Wildeshausen ist am Mittwochabend gut gefüllt gewesen; denn zahlreiche Bürger wollten den Vortrag von Prof. Dr. Hedwig Röckelein hören. Unter dem Titel „Wer, wann, wohin, warum? Der Heilige Alexander kommt nach Wildeshausen“ referierte die Wissenschaftlerin über die Hintergründe, Abläufe und Nachwirkungen der Überführung der Reliquien des Heiligen Alexander von Rom nach Wildeshausen.

Röckelein, die in Hamburg zum Thema Reliquientranslationen nach Sachsen im 9. Jahrhundert habilitierte und heute Mittlere sowie Neuere Geschichte in Göttingen lehrt, kam auf Einladung des Bürger- und Geschichtsvereins nach Wildeshausen. Sie erläuterte die Ursprünge der feierlichen Übertragung von Reliquien, den sogenannten Reliquientranslationen, ehe sie auf den Fall des Heiligen Alexanders zu sprechen kam.

Über die Übertragung seiner Reliquien ist im Translationsbericht zu lesen, der in den Jahren 865 bis 888 entstanden war. Dessen Autoren berichten darin ausführlich von Waltberts, Graf im Lerigau, der im Auftrag des Kaisers Lothar I. zunächst nach Rom kam und die Reliquien des Heiligen Alexander anschließend nach Wildeshausen brachte. Schon auf dem Weg dorthin wird vermehrt von Wundern berichtet, die der Heilige posthum bewirkt haben soll.

Entgegen der Xantener Annalen, die die Ankunft der Reliquien auf das Jahr 851 datieren, ist es laut Röckelein sehr wahrscheinlich, dass die Reliquien aufgrund der berechneten Dauer einer solchen Reise bereits 850 nach Wildeshausen kamen. Im Translationsbericht ist im Bezug auf die Reliquien vom Haupt Alexanders die Rede. „Es handelte sich vermutlich nicht um den gesamten Körper des Heiligen“, merkte Röckelein an. Von einem feierlichen Empfang ist allerdings nichts überliefert. Dies spricht für die Abwesenheit einer Klerikergemeinschaft in Wildeshausen, die erst später deutlicher in Erscheinung trat.

Zum Abschluss sprach Röckelein noch über die Nachwirkungen der Reliquientranslation: In den Folgejahren kam die Verehrung des Heiligen Alexander vermehrt zum Tragen. Auch seine Mutter, die Heilige Felicitas, wurde in diese Verehrung mit eingeschlossen. Im Umkreis von Wildeshausen wurden zahlreiche Wunder an Kranken und Hilfsbedürftigen gewirkt, die dem Heiligen zugesprochen werden.

Neele Körner Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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