DüNGSTRUP - Am 8. November 1908 hat alles angefangen. Da gründeten 53 Männer und Frauen in Hermann Besudens Gasthof „Zum Bahnhof“ in Düngstrup den „Gemischten Chor“. Aus diesem ist später nahtlos der Heimatverein Düngstrup hervorgegangen, der deshalb in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag feiern kann. Nachzulesen ist die Geschichte des rührigen Vereins in der Chronik, die rechtzeitig zum Jubiläumsfest an diesem Sonnabend, 4. Oktober, vorgelegt wurde.
70 Seiten stark ist das Heft, das in einer Auflage von rund 600 Exemplaren gedruckt wurde. Als Titelbild der dem Anlass entsprechend im besten Kunstdruck erstellten Hochglanzausgabe dient der Koben in Holzhausen (vor dem Brand). Kommentar des Vorsitzenden Hans Günter Voß zu diesem Werk: „Wir sind stolz darauf, es geschafft zu haben.”
Seit eineinhalb Jahren hat sich die Chronik-Redaktion mit Peter Hahn, Egon Eilks, Gerda und Gerd Hespe-Meyer, Günther Reineberg und Hans Günter Voß regelmäßig getroffen, um zu sortieren, Bilder zu sichten, Artikel zu verfassen und letztendlich alles zur Druckreife zu bringen. Für Grafik und Design zeichnet Katrin Kroschinski verantwortlich. Dass die Vereinschronik überhaupt in dieser üppigen Form aufgelegt werden konnte, ist einer langen Reihe von Sponsoren zu verdanken.
Kaufen können Interessierte das Buch bei allen Redaktionsmitgliedern und am Abend der Jubiläumsfeier (ab 20 Uhr) bei Schönherr in Düngstrup. Es kostet fünf Euro. Die Ausgabe lohnt sich. Nach den würdigenden Grußworten von Ministerpräsident Christian Wulff, Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen, Landrat Frank Eger, Bürgermeister Kian Shahidi, Landschaftspräsident Horst-Günter Lucke, Spieker-Baas Erhard Brüchert (natürlich op Platt) und der Interessengemeinschaft Altes Gogericht auf dem Desum wird neben der Chronik der Verein selbst in allen seinen Facetten umfassend dargestellt.
Dabei fehlen die Darstellung der Vereinsarbeit bei der Pflege der vor- und frühgeschichtlichen Grabkulturen auf dem Pestruper Gräberfeld ebenso wenig wie die Porträts der Speelkoppel, des Wanderkreises oder der Seniorenarbeit. Garniert ist das Ganze mit einer Reihe von historischen Schwarz-Weiß-Fotos.
