Wildeshausen - „Es ist ein bedeutsames Zeichen gegen das Vergessen, das die Schüler mit ihren Werken gesetzt haben – gegen das Vergessen aller Opfer des Holocausts und der NS-Zeit. Ich hoffe, dass sie ein breites Publikum ansprechen werden.“

Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi die Klasse 9b der Realschule Wildeshausen am Mittwochmorgen im Stadthaus und eröffnete gleichzeitig die Ausstellung zum Thema „Holocaust“, die noch bis einschließlich Mittwoch, 19. Juni, zu sehen ist.

Insgesamt fünf neunte Klassen der Realschule hatten sich an dem Projekt beteiligt, das unter der Regie der Fachlehrer Christian Langfermann und Marcus Schwoll an zwei Projekttagen im Januar auf den Weg gebracht worden war. Jede Klasse bekam ein eigenes Thema zugeordnet – die NS-Zeit im Überblick, Widerstand zur Zeit des NS-Regimes, Leben in Konzentrationslagern, das jüdische Leben (Feste, Judenverfolgung und Personen) sowie Judenverfolgung in Wildeshausen – und fasste die Recherche-Ergebnisse anschließend auf Tafeln bebildert zusammen.

„Die Schüler sollten ein Gefühl dafür bekommen, welches Leid den Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus widerfahren ist“, erklärte Marcus Schwoll. „Das geht besser, wenn sie aktiv an einem Projekt mitarbeiten und hinterher sagen können: Das habe ich gemacht. Dann behalten sie es auch“, ergänzte er. Direkt nach dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar wurden die Exponate bis einschließlich 8. Februar in der Realschule ausgestellt.

„Ich freue mich, dass die Opfer nicht vergessen werden und sich junge Menschen intensiv damit befassen“, bekräftigte Bodo Gideon Riethmüller vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft