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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Fanfaren, Flaggen, Feuerwerk – Fantastisch

21.05.2013

Wildeshausen „Wir freuen uns sehr, wieder in Wildesheim zu sein“, rief Pipe-Major David Johnston ins Mikrofon und legt kurz nach, „sorry, Wildeshausen.“ Ob Wildeshausen oder Wildesheim, die Crossed Swords Pipe Band hatte sich da längst in die Herzen der mehreren tausend Besucher gespielt.

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Grandioser Auftakt

Große Volksfeste gibt es in Deutschland viele. Gefeiert wird gern. Dass ein Fest aber viel mehr sein kann als Bratwurst, Bier und Musik, hat der Auftakt des diesjährigen Gildefestes eindrucksvoll gezeigt. Die gelebte Tradition aus 610 Jahren beeindruckt und begeistert. Wenn die Generation Facebook einträchtig mit ihren Großeltern auf dem Burgberg Gänsehaut-Stimmung erlebt, dann zeigt das, wie verbindend Rituale und Heimatgeschichte sein können.

Die Identifikation mit Stadt und Gilde lebt auch von solchen Momenten. So viel Gänsehaut und Gemeinschaftsgefühl gibt es anderswo wohl kaum.

Die Gilde hat sich nicht dem Zeitgeist angebiedert, sondern sie bewahrt ihre Geschichte und kombiniert sie mit Feuerwerk, Handwerkermarkt und Zeltdisko. Und dadurch ergibt sich eine ganz eigene Mischung, die Pfingsten in Wildeshausen zu viel mehr macht als einem großen Volksfest.

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Trotz eher kühler Temperaturen war es auf dem Burgberg so voll wie seit Jahren nicht mehr. Gab es gegen Einbruch der Dunkelheit noch vereinzelt Plätze, so glich der Hügel beim Einmarsch der Musikzüge und Fahnengruppen einer vollbesetzen Arena. Angeführt wurde der Zug vom Tambourkorps der Wachkompanie unter Leitung von Tambourmajor Wolfgang Niester. Es folgte der Spielmannszug Wildeshausen (mit Tambourmajor Martin Posenauer) und dem Musikkorps Wittekind (Leitung Ingo Poth). Im Anschluss daran die Fahnenabordnungen der Ratskompanie und der Kompanien Cornauer Tor, Westertor und Huntetor. Die Wachkompanie wurde angeführt von Hauptmann Herrmann Johannes.

General Dr. Kian Shahidi und Oberst Ernst Frost schritten dann gemeinsam mit ihren Adjutanten, König und Schaffer die Front ab. Shahidi betonte in seiner Ansprache das Wir-Gefühl zwischen Stadt und Gilde. Und er ging erneut auf das Thema Frauen und Gilde ein. „Ich darf feststellen, dass unsere Gilde nicht das wäre, was sie heute ist, wenn nicht tausende Frauen ihren Männern zu Pfingsten eine komplette Woche den Rücken frei halten würden.“

Bereits beim Stadtempfang hatte der Bürgermeister ähnliche Worte gefunden. Aber im Ratssaal gab es auch ein paar Zwischenrufe aus dem Offizierkorps. Als Shahidi fragte, ob er nicht noch einen Ehrengast vergessen habe, schallte ihm ein mehrfaches „Gysi“ entgegen.

Zuvor hatte der General und Bürgermeister zahlreiche Ehrengäste begrüßt – neben Landrat Frank Eger u.a. die Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst und Holger Ortel sowie Landtagsabgeordnete und zahlreiche Bürgermeister und Stellvertreter aus dem Oldenburger Land. Großenknetens neuer Bürgermeister Thorsten Schmidtke zeigte sich beeindruckt von der Stimmung auf dem Burgberg. „Eine unglaubliche Atmosphäre“, meinte er. Tausende sangen dort beim Zapfenstreich gemeinsam die Nationalhymne.

Dann folgte der nächste Höhepunkt. Pyrotechniker Ralf Fremy (38) aus Wittmund brachte den Himmel über Wildeshausen zum Leuchten. Mit seinem Team zauberte er zu einer musikalischen Untermalung (u.a. James-Bond-Titelmelodie von „Skyfall“) eine gigantische Choreographie an den Abendhimmel. Sogar einen Papagoy aus sprühenden Flammen malten die Feuerwerker in die Nacht. „Einfach gigantisch“, meinte Besucherin Sonja Müller. Und Pipe-Major Johnston fand es einfach „great“.

Groß ging es auch anschließend weiter. Im Festzelt und auf dem Marktplatz wurde die Gildenacht eben so groß wie friedlich gefeiert.-> Mehr auf den Seiten 34/35


     www.nwzonline.de/gildefest 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
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Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601

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