Wildeshausen - Der Freundeverein der Diakonie Himmelsthür lädt zum Freundesmahl am Freitag, 4. November, ab 18.30 Uhr im Festsaal der Diakonie Himmelsthür, Dr.-Klingenberg-Str. 94, in Wildeshausen ein. Die schriftlichen Einladungen würden in diesen Tagen verschickt, sagt Vorsitzende Annette Ueberschär. Sie hofft wieder auf zahlreiche Gäste, die den Verein auch mit Spenden unterstützen.

Das Programm verspricht spannend zu werden. Eingeladen ist die Historikerin Dr. Susanne Muhle aus Berlin, die über ein Thema der deutsch-deutschen Geschichte sprechen wird. Es geht in ihrem Vortrag um „geraubte Menschen“. In den 50er und 60er Jahren wurden rund 400 Westberliner Bürger im Auftrag der DDR-Regierung über die Grenze verschleppt und in der DDR inhaftiert. Dahinter steckte oft das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi), das inoffizielle Mitarbeiter mit Entführungsaufträgen in den Westen schickte.

„Wir sind auf die Referentin gekommen, weil sie hier aus der Gegend stammt und wir sie selbst noch nicht gehört haben. Also beschlossen wir, sie einzuladen“, berichtet Annette Ueberschär. Susanne Muhle wurde 1980 in Lohne (Oldenburg) geboren. Sie studierte Geschichte, Ethnologie und Soziologie in Münster. Seit 2010 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Berliner Mauer.

Das Freundesmahl dient traditionell dazu, Spenden für Menschen mit Assistenzbedarf zu gewinnen. Im vergangenen Jahr, zum 25-jährigen Bestehen, kamen mehrere tausend Euro zusammen. „Es ist guter Brauch, dass viele mit ihrer Anmeldung den Beitrag aufrunden“, sagt Schatzmeisterin Helga Weller. Das Freundesmahl kostet 27,50 € pro Person. Darin sind ein Sektempfang und ein typisches Büfett der 50er und 60er Jahre inbegriffen. Das musikalische Rahmenprogramm wird von Schülern der Musikschule Wildeshausen und von Markus Häger gestaltet. In diesem Jahr ist der Erlös des Freundesmahls für eine Buchenhecke vor einem Gebäude der Tagesförderung gedacht.