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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Landgericht soll Verfahren übernehmen

12.12.2013

Delmenhorst /Urneburg /Wildeshausen Überraschende Entwicklung im Verfahren gegen zwei junge Männer, die sich vor dem Amtsgericht Delmenhorst wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen: Nach einer weiteren Beweisaufnahme am Dienstag hat das Schöffengericht entschieden, das Verfahren an die Jugendkammer beim Landgericht in Oldenburg abzugeben.

Das Gericht ziehe ernsthaft in Betracht, dass ein versuchtes Tötungsdelikt vorliegt, erläuterte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Zum Hintergrund: Die 21 und 22 Jahre alten Täter hätten ihr Opfer in einen schwer zugänglichen Bereich der Veranstaltung geschleppt und dann verletzt zurückgelassen. Dabei hätten die Täter „möglicherweise bewusst in Kauf genommen, dass der Mann stirbt“. Da nun ein Tötungsvorsatz im Raum stehe, müsse am Landgericht weiterverhandelt werden.

Worum geht es? Am 27. Mai 2012 sollen die betrunkenen 20 und 21 Jahre alten Delmenhorster einen Mann auf dem Gildefest in Wildeshausen brutal zusammengeschlagen haben. Laut Anklage sollen die beiden seinen Kopf gegen eine Mauer geschlagen und den am Boden liegenden Mann getreten haben. Der 50-Jährige erlitt fünf Brüche am Kopf. Er musste mehrfach operiert werden und verlor durch die monatelange Arbeitsunfähigkeit seinen Arbeitsplatz. Noch heute leide er unter Angstzuständen, so das Opfer vor Gericht.

Ein zweiter Fall ereignete sich am 19. August 2012 auf dem Schützenfest in Urneburg. Dort soll der 21-Jährige einem jungen Mann aus Delmenhorst das Handy geraubt haben. Anschließend wurde er brutal verprügelt. Das bewusstlose Opfer soll mehrfach getreten worden sein. Es erlitt unter anderem einen Bruch der Stirnhöhle. Einen der beiden Täter konnte der heute 22-Jährige „zu 100 Prozent“ vor Gericht identifizieren. In der Verhandlung am Dienstag wurden nochmals mehrere Zeugen befragt.

Das Verfahren wird nun vollständig am Landgericht Oldenburg durchgeführt, erklärte der Gerichtssprecher in Delmenhorst. Wann es in der Uni-Stadt weiter verhandelt wird, sei noch offen.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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