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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Lob für Transparenz und Bürgernähe

09.02.2013

Wildeshausen Viel Applaus gab es beim Neujahrsempfang der Stadt Wildeshausen am Freitagabend im historischen Rathaus für die Festrednerin Karoline Linnert. Die Finanzsenatorin und Bürgermeisterin der Freien Hansestadt Bremen, die sich selbst humorvoll als „amtierende Spaßbremse und Schuldenmacherin“ vorstellte, referierte über die Möglichkeiten einer mit Mitteln der modernen Informationstechnik unterstützten Haushaltspolitik. Der Haushalt dürfe nicht länger eine „Geheimwissenschaft schlecht gelaunter älterer Männer“ sein.

Ausdrücklich lobte die 54-jährige Grünen-Politikerin den Wildeshauser Bürgerhaushalt, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal angeboten werden soll. „Sie sind schon sehr weit“, sagte Linnert mit Blick auf den Bürgermeister und machte Mut, auf diesem Weg hin zu mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung weiter zu gehen.

Dieses Lob nahm Shahidi gerne auf und berichtete, dass die Anzahl der Benutzer des Bürgerhaushalts mit 238 Registrierungen im Vergleich zum Vorjahr um 137 Prozent zugenommen habe. „Das ist wirklich ein großartiges Ergebnis“, freute sich der Bürgermeister.

Das vergangene Jahr bewertete er als „bewegt, nicht immer leicht, aber alles in allem überaus erfolgreich“. Dafür dankte er ausdrücklich den zahlreichen ehrenamtlich tätigen Wildeshausern. Die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft, die Stärkung des Wirtschaftsstandorts und die Fortführung einer verlässlichen und zukunftsorientierten Haushaltspolitik hätten weiterhin oberste Priorität.

Deswegen habe man bewusst auch im laufenden Haushaltsjahr den Schwerpunkt der Ausgaben auf den Bildungsbereich gelegt. Bereits 2012 seien rund 111 000 Euro in die Schulsozialarbeit und 2,25 Millionen Euro in die Schulen geflossen.

Großen Beifall gab es, als Shahidi den Gospelchor „Joyful Voices“ zusammen mit seinem Gründer und Leiter Ralf Grössler als „Botschafter Wildeshausens“ auszeichnete. Die Laudatio hielt der Leiter der Kreismusikschule, Rafael Jung, der auch für die musikalische Gestaltung des Abends verantwortlich war.

Der Gospelchor werde inzwischen ebenso automatisch mit Wildeshausen assoziiert wie die Autobahn 1 oder lange Zeit die Bundeswehr. Das Osterkonzert des Chores sei inzwischen der zweite feste Termin des Jahres, direkt nach dem Gildefest, so Jung. Dass soviel musikalisches Engagement bundesweit ausstrahle, sei von unschätzbarem Wert für die Kreisstadt.

Chor dankt mit Lied

Natürlich ließ es sich der so geehrte Chor nicht nehmen, mit einem Lied für die erstmals verliehene Auszeichnung zu danken. „Don’t you let nobody turn your round“ klang es mitreißend im alterwürdigen Ratssaal.

Ergänzend zu dieser erstmals verliehenen Auszeichnung würdigte die Stadt in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal besonderes ehrenamtliches Engagement. Diesjähriger Preisträger ist der Verein „Wildeshauser Tafel“. Dessen Vorsitzender Peter Krönung lobte die „eingeschworene Gemeinschaft“ der ehrenamtlichen Helfer. Der vor vier Jahren gegründete Verein ziehe seine Motivation nach wie vor aus der gemeinsamen Arbeit für Bedürftige. Die Resonanz sei unvermindert groß. So habe man am Donnerstag den 1100. Kunden begrüßen können.

„Unser tägliches Brot“

Auch Laudator Markus Löwe würdigte, dass bei der Tafel jeden Donnerstag 150 bis 170 Menschen ihr „täglich Brot“ erhielten. Mehr als 50 ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass das Essen auch tatsächlich dahin komme, wo es hingehöre. Schön sei, dass die Kunden der Tafel auch wirklich als Kunden und nicht als Almosenempfänger behandelt würden.

Insgesamt begrüßten Bürgermeister Dr. Kian Shahidi und Ehefrau Claudia 170 geladene Gäste zum traditionellen Stadtempfang. Unter ihnen befanden sich die stellvertretende Landrätin Christel Zießler, die Kreistagsabgeordneten Kerstin Schnitker-Jebing, Herwig Wöbse und Ernst-August Bode, Altbürgermeister Manfred Rollié, der Oberst der Schützengilde Ernst Frost, der Ratsvorsitzende Hartmut Frerichs sowie die Vertreter der Stadtratsparteien Günter Lübke (CDU), Evelyn Goosmann (SPD), Rainer Kolloge (UWG), Traute Sandkuhl (Grüne), Helmut Müller (FDP) und Kreszentia Flauger (Linke).

Neben zahlreichen weiteren Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Vereinsleben fanden sich für die Nachbarkommunen unter anderem Klaus Bigalke aus Großenkneten und Manfred Huck aus Hatten ein.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703

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