Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte: Majken Hjortskov, Mitarbeiterin im Fachbereich Zentrale Dienste, Bildung, Sport und Kultur im Stadthaus, wird künftig die Aufgabe nebenamtlich wahrnehmen. Die 27-Jährige wurde gestern Abend mit großer Mehrheit, bei lediglich einer Gegenstimme, vom Stadtrat berufen.
Zuvor hatten Christa Meenken (FDP), Kreszentia Flauger (Linke), Klaus Schultze (Grüne) und andere leidenschaftlich dafür geworben, das Amt mit einer Halbtagsstelle auszustatten. Der Zeitanteil wäre angemessen, so Flauger. Sie rügte „bedenkliche Tendenzen“ in der Gesellschaft, Frauenrechte wieder aufzuweichen. „Die Gleichstellungsbeauftragte soll unabhängig von der Verwaltungsstruktur agieren“, argumentierte Manfred Rebensburg (Grüne).
Dagegen betonte SPD-Fraktionschefin Evelyn Goosmann, wenn Hjortskov mehr Arbeitszeit benötige, könne jederzeit nachgebessert werden. Das sagte auch Wolfgang Sasse (CDU) zu. Mit Hjortskov habe man die richtige Wahl getroffen. Bürgermeister Jens Kuraschinski sagte, die neue Amtsinhaberin genieße durchaus Unabhängigkeit.
Hjortskov sagte, sie freue sich, dass man ihr diese Amt anvertraue. Sie hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit Rat, Vereinen und Organisationen sowie den Bürgern.
