Wildeshausen - Eigentlich sollte am Dienstag ein neuer Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Wildeshausen gewählt werden. „Gerne können auch Männer kandidieren! Das soll kein reiner Frauenvorstand bleiben. Gleichberechtigung hört auch im Seniorenalter nicht auf“, versuchte die bisherige Vorsitzende Christa Meenken die Anwesenden zu animieren.

Aber auch Kaffee und Kuchen sowie die weihnachtlich geschmückte Tafel im Mehrgenerationenhaus konnten niemanden dazu bewegen, den Posten von ihr zu übernehmen. Bis sich ein neuer Vorsitzender gefunden hat, bleibt Christa Meenken dem Vorstand des bisher weiblich besetzten Seniorenbeirates als Beraterin erhalten.

Einstimmig in ihren Ämtern als Beisitzerinnen bestätigt wurden Sigrid Schulze Temming-Hanhoff vom Bridgeverein und Anke Johannes vom Landfrauenverein Wildeshausen-Dötlingen. Sandra Scholz vom Mehrgenerationenhaus ist neue Beisitzerin. Einstimmig neugewählt für den bisher vakanten Posten des stellvertretenden Vorsitzenden wurde Anne Grafe-Weibrecht von der CDU. Außerdem konnten zwei neue Vereine in den Seniorenbeirat aufgenommen werden. Dies sind die Johanniter und die Pflegeberatung für Russland-Deutsche. Vertreterin Alla Gerbersdorf-Macker betonte in ihrer kurzen Vorstellung, dass der Beratungsbedarf von älteren Russland-Deutschen etwa beim Stellen von Anträgen immer größer werde. Die Pflegeberatung wurde einstimmig aufgenommen.

Der Seniorenbeirat hat es sich zur Aufgabe gemacht, stärker bei seniorenrelevanten Themen, etwa der Erhaltung der Selbstständigkeit von Rentnern, mitzuwirken.