Wildeshausen - Mit einem „Weg von der Megalithkultur bis zur Neuzeit“ hat Architekt Udo Janßen vom Planungsbüro Janßen, Bär und Partner aus Bad Zwischenahn die Realisierung des neuen Krandelbades verglichen. Nachdem das Planungsbüro 2010 den Architektenwettbewerb gewonnen hatte, musste der Ursprungsentwurf des „Alexanderbades“ zweimal kräftig abgespeckt werden, um aus der knappen Wildeshauser Kasse bezahlt werden zu können.
Das Ergebnis kann sich jedoch trotz der Einsparungen mehr als sehen lassen. Zwar wird das gestalterische Grundthema Geest und Megalithkultur nicht ganz so stark wie ursprünglich geplant aufgegriffen, aber das frische Grün der Birke, das Violett der Heide und das Findlingsthema prägen den Bau dennoch.
Während man sich beim Leitbild an der ursprünglichen Landschaft orientiert habe, sei man bei der Technik in der Neuzeit angekommen“, so Janßen weiter. Der Strombedarf werde fast völlig aus EEG-Strom gedeckt, der Wärmebedarf hingegen über das Blockheizkraftwerk bei der Kläranlage.
Der am Freitag aus dem Amt verabschiedete Bürgermeister Dr. Kian Shahidi hatte zuvor darauf verwiesen, dass man bewusst kein Spaß- und Erlebnisbad, sondern ein Schwimmbad gebaut habe, das zudem barrierefrei und ressourcenschonend sei.
Shahidis Dank galt neben dem Planungsbüro Janßen und dem Team des Krandelbades auch Controller Heiko Büthe von der Constrata Ingenieur-Gesellschaft, der auf Betreiben der UWG ins Boot geholt worden sei. Zudem hob Shahidi die engagierte Arbeit der Stadtverwaltung hervor, allen voran Hans Ufferfilge, Martina Möhlenbrock und Michael Müller.
Mit einem beherzten Sprung in das mit weißen Bällen gefüllte Becken war es dann an Shahidi, Nachfolger Jens Kuraschinski, Badleiter Marcel Buller, Udo Janßen und Heiko Büthe, das Hallenbad offiziell zu eröffnen.
Spiel und Spaß war bei der anschließenden Poolparty angesagt. Vor dem Bad hatte sich derweil das Aktionsbündnis „Willi wühlt“ positioniert. Der kleine Maulwurf, der sonst gerne da wühlt, wo es Probleme gibt, lobte diesmal ganz plakativ „Klasse, super, gut gemacht!“ „Durch unser erstes Wühlen vor drei Jahren haben wir den Druck erhöht, dass hier etwas passiert“, blickte Michael Witten vom Aktionsbündnis auf die langen Jahre ohne Hallenbad zurück. Nun freue man sich gerade auch für die Kinder, die nun endlich wieder schwimmen könnten.
