Wildeshausen - „Willi wühlt“ mal wieder in der Kreisstadt. Diesmal steht der Maulwurfshaufen vor dem Krandelstadion und damit beim VfL Wittekind. Mit gutem Grund, wie Wolfgang Sasse als Vereins-Vorsitzender darstellte. Überreicht wurden an diesem Sonnabend nämlich 500 kleine Plüschmaulwürfe von Vertretern der Initiative.

Die süßen Plüschtierchen sollen auf dem Weihnachtsmarkt an einem eigenen Stand zu je fünf Euro das Stück an die Frau oder den Mann gebracht werden. Dahinter steht ein Ziel: 2400 Euro in die Kasse zu bringen. Genau diese Summe werde von der Stadt nicht gezahlt, obwohl es sich um eine eigens eingestellte FSJ-Kraft für den Integrationsbereich handele, hieß es am Sonnabend.

Sasse selber hatte sich als CDU-Ratsherr für diesen Zuschuss stark gemacht, war mit dem Wunsch aber bei den anderen Fraktionen und dem Bürgermeister gescheitert. „Der Bürgermeister hat dieses Vorhaben nicht begrüßt. Es wurde abgebügelt. Das kann es nicht sein“, so Sasse.

Mit „Willi wühlt“ fand er jetzt einen aufgeschlosseneren Ansprechpartner. Schnell wurden seitens der Initiative die 500 Plüschmaulwürfe gespendet, um die fehlende Summe für den Integrationsbeauftragten innerhalb des VfL, der auch anderen Sportvereinen zur Verfügung steht, aufzubringen.

Dies alles stehe vor dem Hintergrund der gestiegenen Ehrenamtsanforderungen. „Alle Erkenntnisse, die wir hier sammeln und gewinnen, ergänzen mit einem Beauftragten die praktische Arbeit. Das ist wichtig und deshalb machen wir auch unser Ding“, sagte Wolfgang Sasse. Das soll allen Vereinen unter dem Strich zu Gute kommen. Beispielsweise auch bei der Hilfe bei Veranstaltungen, aber auch der Planung der sportlicher Hilfen. Integration heiße da nicht nur Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund, sondern greife viel weiter, hieß es.