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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Ralf Fremy bringt Himmel zum Leuchten

17.05.2013

Wildeshausen Nach dem Zapfenstreich ist vor dem Feuerwerk: Seit 2010 liegt es an Pyrotechniker Ralf Fremy, den Gildefest-Himmel über der Burgwiese ab etwa 22.30 Uhr am Pfingstsonntagabend zum Leuchten zu bringen.

„Passend zur Musik wird geschossen“ verspricht Fremy. „Drei schöne Musikstücke, die emotional sehr berühren können“, werde es wieder geben; um welche Lieder es sich handelt, möchte der Wittmunder noch nicht verraten.

Das Feuerwerk aus dem vergangenen Jahr sei zwar nicht zu toppen – Fremy erinnert sich an ein Mädchen, das zu weinen anfing, weil sie das Gesehene so schön fand –, aber daran anknüpfen möchte der Pyrotechniker. Das dreiköpfige Team um Fremy will am Sonntag Kugelbomben und Zylinderbomben synchron schießen. Auch Bodeneffekte sind beim rund fünfzehnminütigen Feuerwerk dabei: „Ein Springbrunnen aus Feuer“, sagt Fremy, „mit gleißend rotem Feuer und Blinkfontäne-Vulkanen. Und Batterien mit speziellen Performance-Effekten, also solchen, die passend zur Musik ausgesucht sind.“

Nahezu zauberhaft klingt es, wenn der Feuerwerks-Spezialist von „silbernen Flocken mit rotem Schweif“ spricht, die im sogenannten Scheibenwischer-Effekt von links nach rechts durch die Luft fliegen sollen.

Die Schwarzpulver-Leidenschaft des 38-Jährigen, der nebenbei auch Sportschütze ist, wurde übrigens früh entfacht: „Ich hab’ mir das Virus als Kind eingefangen, seitdem lässt es mich nicht mehr los. Wenn man einmal Schwarzpulver gerochen hat, wird man das nicht mehr los“, sagt er lachend. Auch sein dreijähriger Sohn sei schon ein sehr begeisterter Feuerwerks-Zuschauer. Seine Frau unterstützt ihn ebenfalls.

2004 hat er die Prüfung zum staatlich geprüften Pyrotechniker abgelegt. „Dafür muss man 26 Feuerwerke mitmachen, darf nicht vorbestraft und muss geistig und körperlich fit sein“, erklärt der Wittmunder. Noch im gleichen Jahr, in dem er die Prüfung ablegte, gründete er seine Firma, die Kunstfeuerwerkerei.

„Es gibt nichts, was man nicht machen kann“, sagt Fremy im Hinblick auf die Möglichkeiten eines tollen Feuerwerks, „das hängt von der Kreativität des Pyrotechnikers ab.“ Nur die Sicherheitsabstände zwischen dem Zuschauer und dem Abbrennen des Feuerwerkskörpers müssen eingehalten werden. So auch am Sonntag. Das Feuerwerksteam zündet synchron über den Computer. „Die Vorbereitung hat sehr lange gedauert“, sagt Fremy. Immer wieder hätten sie sich die Musikstücke angehört, um das passende Feuerwerk zu finden. Die meisten Ideen kämen spontan.

Ob der Pyrotechniker dem Laien eine der „Zutaten“ des Feuerwerks und dessen Wirkung verraten kann? Kann er: „Magnesium dient zum Beispiel als weißer Farbgeber.“

Jantje Ziegeler
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2157

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