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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Regen und zickige „Margret“

12.07.2017

Wildeshausen /Dublin Seit gut einer Woche ist der Wildeshauser Michael Haake (46) an der Westküste Irlands im Dienst einer guten Sache unterwegs. Der mehr als 2600 Kilometer lange „Wild Atlantic Way“ hat es ihm angetan. Jedoch ist das Wetter nicht berauschend. Auch seine „Margret“ macht Zicken.

„Margret“ ist allerdings keine weibliche Begleitung, sondern ein zweisitziger Roadster vom Typ MG „Midget MK III RWA“, Baujahr 1973. In Anlehnung an die ehemalige britischen Premierministerin Margaret Thatcher hat er dem 66 PS starken Auto den Spitznamen „Margret“ gegeben. Im Rahmen der vierwöchigen Tour will Haake nicht nur die Schönheiten der schroffen irischen Westküste erkunden, sondern auch Geld für die karitative Organisation „Make-A-Wish“ sammeln, die sterbenskranken Kindern Herzenswünsche erfüllt.

Gestartet ist der Wildeshauser am 28. Juni. „Die Anreise verlief recht gut, auch wenn Margret schon vor den Niederlanden Probleme machte“, erzählt er. Haake konnte die Probleme nicht beheben, beim ADAC hing er in der Warteschleife und stand zunehmend unter Zeitdruck. „Die Fähre Dünkirchen–Dover erreichte ich dann auch tatsächlich drei Minuten vor Toresschluss! Puh!“

Knistern im Auto

Am nächsten Tag ging es dann rüber nach Irland. Die See war sehr stürmisch. „Ich habe mich an die Überfahrten als Kind nach Helgoland erinnert“, so Haake. Auf der britischen Insel fühlte sich „Margret“ zu Hause. Aber das Knistern war immer noch da. Der Motor drehte hoch. Tag drei führte ihn nach Cork und Kinsale; danach ging’s weiter nach Mizen Head. Es regnete. Ans Spenden dachte niemand. „Nur eine Familie aus Emden war bereit, etwas zu geben“, so Haake. Die Iren haben offenbar schlechte Erfahrungen mit Sammlern gemacht und seien sehr misstrauisch, berichtete der Wildeshauser am Dienstag der NWZ am Telefon. Bislang habe er kaum € 100 Euro in der Spendendose, wovon € allein 70 Euro die Agentur „Die Irlandspezialistin“ gab.

Als das Wetter schlechter wurde und die Probleme mit dem MG größer, steuerte Haake direkt Killarney an und kam im „Apple Croft House“ unter. Er traf sich mit Carina Griessner-Beasley von „Die Irlandspezialistin“, gab einem Reporter der Regionalzeitung ein Interview und fuhr mit „Margret“ in die Werkstatt. Die Laune besserte sich spürbar. Es ging zurück auf den „Wild Atlantic Way“ nach Dingle, auf der Fähre von Tarbert nach Killimer und weiter entlang traumhafter Wege. Allein in Galway herrschte „das reinste Verkehrs-Chaos“.

Nördlich von Galway

Haake versucht, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Der G-20-Gipfel sei in den irischen Medien kaum ein Thema gewesen, erzählt er am Dienstag. „Hier geht es um nationale Dinge, vor allem um die Folgen des Brexit.“ Trotz des wechselhaften Wetters genieße er die grandiose Landschaft. Jeden Abend schreibt er an seinem Internet-Blog. Derzeit sei er nördlich von Galway unterwegs. Bis zum Ende des „Wild Atlantic Way“ habe er noch knapp 900 Kilometer vor sich. An der Fähre in Dublin wartet am 22. Juli seine echte Ehefrau auf ihn.
  Den Reise-Blog finden Sie auf der Website www.margret-on-tour.jimdo.com.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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