Wildeshausen/Dötlingen - Fahrzeuge mit schlimmen Mängeln sind für Polizeibeamte Alltag. Doch einen Lkw in solch schlechtem Zustand stoppen die Beamten auch eher selten. „Eine tickende Zeitbombe“, so bezeichnete ein Beamter einen portugiesischen Lastwagen, der auf der Ratstätte Wildeshausen (Gemeinde Dötlingen) gestoppt wurde.
Der dunkelblaue Sattelzug hatte mehrere komplett abgefahrene Reifen. Da ließ sich nicht mal mehr die Profiltiefe messen. Damit nicht genug: Zwei Stoßdämpfer stellten sich als defekt heraus. Und drei Bremsscheiben waren gerissen. „Wenn der eine Vollbremsung hätte machen müssen, hätte das ganz schlimm ausgehen können“, so ein Beamter. Experten vom TÜV, die vor Ort waren, trauten sich nicht einmal mehr, den Wagen zu einer Werkstatt schleppen zu lassen. Der Portugiese hat nun Zeit bis zum Wochenende, die Mängel zu beheben.
Auch bei einem anderen Lkw musste vor Ort ein Servicetechniker ran. Nachdem der Fahrer mit seinem Chef telefoniert hatte, konnte ein Mechaniker neue Reifen montieren. Dann durfte der bulgarische Lastwagen seine Fahrt fortsetzen.
Neben solch drastischen Mängeln gab es aber auch harmlosere Vergehen. Gleich bei mehreren Lkw stellten die Beamten falsch oder nicht ausreichend gesicherte Ladung fest. Auch Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten wurden moniert.
