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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Wachen rücken weißen Socken an den Kragen

07.06.2017

Wildeshausen 13 Mann zogen nebeneinander die Hosenbeine hoch. „Was ist das denn?“, fragte Stabssergeant Werner Böhler ungläubig. Er erspähte eine weiße rechte Socke. „Das geht so nicht“, sagte er, stürmte zum schwarzen Klebeband und verwandelte die weiße kurzerhand in eine schwarze Socke.

Bei dem 17-köpfigen Pfingstclub „Kanoniere“ gibt es jedes Jahr Streiche mit den Wachen, mit denen sie freundschaftlich verbunden sind. Seit 1994 existiert der Club. In diesem Jahr wurde die ausgefallene Frackprobe nachgeholt. Sieben Wachen unter Böhler und Feldwebel Detlev Horst kontrollierten mit der richtigen Prise Humor, ob das Outfit auch der Kleiderrichtlinie entsprach.

Die Dänen und Holländer aus dem Club baten um Übersetzung – natürlich ein Scherz. Sie sind zum Teil schon seit über 20 Jahren dabei. Aber zu leicht wollten sie es den Wachen auf keinen Fall machen.

„Seit 20 Jahren fahre ich jedes Jahr aus Harderwijk hier her“, berichtete der Niederländer Harry Schipper. Sein Studienfreund Kurt Nijbour hatte es der Liebe wegen nach Wildeshausen verschlagen. Jetzt waren die beiden jedes Jahr gemeinsam beim Gildefest dabei.

Diesmal kamen sie zu spät. „Die Schafe haben Junge bekommen, die mussten wir noch füttern“, sagte Nijbour. Aber sie schafften es noch rechtzeitig.

Als die Wachen eintrafen, hieß es: In Reih und Glied aufstellen. „Dann wollen wir mal schauen, ob die Anzüge auch in Ordnung sind“, sagte Werner Böhler. Ganz genau betrachtete er Kopfbedeckung, Frack und Gewehr.

„Das Gewehr schultern“, lautete der Befehl und zwölf Gewehre gingen zeitgleich nach oben. Und auf Befehl auch wieder nach unten. Als Stabssergeant Böhler vor Kurt Nijbour stand, forderte dieser ihn zum Tanz auf. Beide legten unter dem Jubel der Kanoniere eine flotte Sohle auf einem Hinterhof am Marktplatz aufs Parkett.

Am Ende waren sich die Wachen einig: Die Anzüge waren „einigermaßen in Ordnung“, aber ins Trainingslager müssten sie trotzdem noch: „Ihr solltet alle noch ein bisschen üben“, sagte Böhler. Im nächsten Jahr kommt er wieder und will Besserung sehen.

Anna Lisa Oehlmann
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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