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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Wie der Sohn, so der Vater

07.06.2017

Wildeshausen Im Augenblick des Triumphs konnte er sein Glück kaum fassen: Er war den Tränen nahe und fast sprachlos. „Lasse, ich bin bei Dir“, rief Andreas Tonn. Der 41 Jahre alte Fleischermeister ist neuer König der Wildeshauser Schützengilde. Sohn Lasse (12) wurde im vergangenen Jahr Kinderkönig.

Insgesamt 25 Königsanwärter traten am Dienstag, kurz nach 20 Uhr, in den Schießstand am Krandel. Geschossen wurde in vier Gruppen. Der Sieger jeder Gruppe kam ins Finale.

In der Endrunde versuchten schließlich ihr Glück:
  Dietrich Kirchhoff (36) aus Colnrade. Der ledige Speditionskaufmann ist seit 1999 Gildemitglied. Er gehört dem Pfingstclub „De Spanndeibels“ an und hat bereits viermal mitgeschossen. Zum ersten Mal war er in der Runde der letzten Vier.
  Andreas Tonn (41), Vater von sechs Kindern, ist ein „alter Hase“ im Schießstand. Er hat bereits fünfmal geschossen und stand zweimal in Finale. Tonn gehört dem Pfingstclub „Pfingst-GmbH 2001“ an. Ehefrau Stephanie erwartet das siebte Kind.

Petermann hofft

Carsten Petermann (45), Elektromeister aus Wildeshausen, schießt seit 20 Jahren mit. Er gehört seit 1989 der Gilde an. Sein Pfingstclub, der Anwärterförderkreis zur Königskompanie, hat bereits mehrere Könige hervorgebracht. So wurde sein Bruder Hermann vor genau 20 Jahren Majestät der Gilde.
Björn Barkemeyer (37), Elektrotechniker aus Wildeshausen, ist ein enger Freund Petermanns. Barkemeyer, seit 1997 Gildemitglied und im Pfingstclub „Orange Bommels“, hat das erste Mal überhaupt mitgeschossen.

Wer den Papagoy von der Stange holen wollte, benötigte Nerven aus Stahl: Schon in der zweiten Vorrunde kam es zum Stechen zwischen Andreas Tonn und Hans-Jürgen Voß. Carsten Petermann musste sich in Runde 3 im Stechen gegen Ralf Großmann durchsetzen. „Großmann hat schon geschossen, als ich Schaffer war“, berichtete Manfred Wulf, der erneut fachkundig das Königsschießen moderierte.

Gebannt verfolgte eine riesige Menschenmenge den Wettkampf. Vorne am Zaun Bosse (10) und Lasse Tonn (12). „Los Andy“, feuerte Bosse seinen Vater an. Und: „Der schafft das!“ Später gestand der neue König der Gilde, er habe seinem Sohn Lasse versprochen, dass beide drei Tage lang Wildeshausen regieren wollten. „Ich habe es umgesetzt. Das finde ich absolut spitze“, so der neue König. Am Samstag wird ein neuer Kinderkönig ausgeschossen.

Sänfte kippt

Als der Papagoy fiel, stand ihm zunächst ungläubiges Staunen ins Gesicht geschrieben. Dann folgte der riesige Jubel. Tonn musste viele Hände schütteln. „Ein würdiger König“, fand Gildegeneral Jens Kuraschinski. Tonn habe im Schießstand die nötige Ruhe, auch nach Unterbrechungen, besessen. Der Start ins Königsjahr verlief allerdings etwas holprig. Die Sänfte mit Tonn kippte zunächst zur Seite. Dann unternahmen die Träger Jan Poppe, Jörg Schilling, Oliver Rosemeier und Lars Kröger, alles Könige der Vorjahre, einen neuen Anlauf. Unter großem Jubel marschierte der neue König samt Gefolge in die Stadt ein. Es wurde eine lange Nacht.


Bilder und Videos unter   www.nwzonline.de/gildefest 
Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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