WILDESHAUSEN/AUMüHLE - Mit den vier Stimmen von CDU und FDP hat es am Donnerstagabend im Bau- und Umweltausschuss der Stadt eine Mehrheit für die Empfehlung gegeben, die 12. Änderung des Flächennutzungsplans für das Gewerbe- und Industrie „Wildeshausen-West“ an der A 1 auf den Weg zu bringen. Die beiden SPD-Ausschussmitglieder enthielten sich der Stimme. Grüne und UWG lehnten das Vorhaben ab. Die Ausschussempfehlung sieht neben dem Aufstellungsbeschluss zudem die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Auf CDU-Antrag wurde die Empfehlung um Planungskosten von 30 000 Euro für 2010 ergänzt. Ebenso soll künftig die Stadtverwaltung (statt GEG) vierteljährlich Bericht über den Stand des Verfahrens erstatten.
Mit dem Abstimmungsverhalten sind auch die Positionen bei der Diskussion beschrieben. CDU und FDP halten die Fortsetzung der Planung für zwingend geboten, da die Stadt keinerlei Industrieflächen mehr anbieten könne. Die SPD hat durchaus Zweifel am Vorhaben angesichts neuerer Entwicklungen, so bei der gewerblichen Nachnutzung des Fliegerhorstes Ahlhorn. Grüne und UWG halten ein Industriegebiet für falsch und nicht finanzierbar.
Planer Eckhart Mumm stellte den Stand der Planung vor, die erstmals 2002 angeschoben wurde. Danach wird nördlich der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-West insgesamt ein Gebiet von rund 203 Hektar beplant. Hiervon sind rund 53 Hektar Gewerbefläche. Abgesehen von rund fünf Hektar direkt an der Anschlussstelle und im Bereich der Gaststätte Visbeker Braut sollen es alles Industrieflächen werden.
Auf Nachfrage von Bürgermeister Dr. Kian Shahidi nannte Mumm die 2006 ermittelten Kosten für das Gesamtvorhaben: rund 14,1 Millionen Euro. Bis zu 60 Prozent seien an Fördermitteln möglich, so der Planer.
Kein Thema in der Diskussion im Bau- und Umweltausschuss war, dass inzwischen die Gemeinde Dötlingen ihre Bereitschaft zu einer Beteiligung an einem interkommunalen Gewerbegebiet in Aumühle signalisiert hat.
