WILDESHAUSEN - Das Interesse an Historischem ist unübersehbar. Alte Häuser, Plätze und immer wieder Schlösser – Viktor Schrul hält die Zeugen der Vergangenheit zeichnerisch mit Bleistift und Kohle fest. Seit Montag, und noch bis zum 11. Juni, ist sein Werk im Wildeshauser Stadthaus zu sehen. Und da passt es auch besonders gut hin, weil Schrul gerade auch einige Motive aus der Kreisstadt wie die Feuerwehr, die Villa Knagge, die Bahnhofstraße oder natürlich auch das Rathaus festgehalten hat.
Der 43-jährige Schrul lebt seit vier Jahren in Wildeshausen. Er stammt aus Sibirien, wo er als Sohn einer deutschstämmigen Familie geboren wurde. Nach dem Abitur hat er technisches Zeichnen, Malen und Werken an der Hochschule in Omsk studiert. Danach arbeitete er als Lehrer und zehn Jahre lang nebenher als Direktor eines Museums. Aus dieser Zeit stammt auch seine Vorliebe für Geschichtliches. „Ohne Interesse an der Vergangenheit gibt es keine Zukunft“, sagt der Künstler.
Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi staunte bei der Ausstellungseröffnung über die filigrane und realitätsgerechte Technik der etwa 35 Werke Schruls, der sich inzwischen aber auch vom Blei- und Kohlestift in Richtung Farbpinsel weiter entwickelt. Den Burgberg zeigt er bereits in der für ihn neuen Darstellungsform.
