WILDESHAUSEN - Zur Sicherstellung ihres Trainingsbetriebs erhalten alle Wildeshauser Vereine, die von der Schließung des Hallenbades betroffen sind, einen Zuschuss in Höhe der Mehrkosten. Das empfahl der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss (JS) am Donnerstag einstimmig.
Den betroffenen Vereinen sei es gelungen, Ersatzzeiten in den Bädern der Region zu finden, berichtete Allgemeiner Vertreter Jens Kuraschinski. Die DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen trainiere sogar im Schlossbad Bremen-Sebaldsbrück. Dafür fielen 150 Euro pro Termin an, zuzüglich der Transportkosten von rund 250 Euro. Kostenlos stelle Vechta sein Bad zur Verfügung. „Vor allem die Fahrtkosten schlagen ins Kontor“, so Kuraschinski. So gehe man von rund 170 Euro aus, wenn der Schwimmverein am Sonnabendvormittag mit acht Pkw zum Bad nach Garrel fahre.
„Wir sollten die Kosten in jedem Fall übernehmen“, meinte Woldemar Schilberg (SPD). Heiner Spille (UWG) ergänzte: „Die Vereine dürfen nicht auf der Strecke bleiben.“ Christoph Wach (Grüne) sagte, der Ausschuss benötige vor einer Entscheidung Zahlen über die Kosten. Bislang fehle auch ein Vorschlag zur Gegenfinanzierung. „Das ist der Ausschuss für ,Wünsch Dir was“, meinte Wach.
Das sah Ausschussvorsitzender Lars Kosten (FDP) anders: „Wir können nicht ein halbes Jahr warten.“ Hergen Stolle (FDP) ergänzte: „Es geht uns um ein Signal an die Vereine. Auch der Haushaltsausschuss sollte sich konstruktiv verhalten.“ Spille meinte, er könne mit einer „Kostendeckelung“ und einer Frist bis zum Beginn der Freibadsaison leben. Letztlich entschied der Ausschuss, die Stadt solle die Mehrkosten zur Sicherstellung des Trainingsbetriebs übernehmen. Bis zur Sitzung des Verwaltungsausschusses am 1. Dezember soll die Verwaltung Zahlen über die finanziellen Folgen ermitteln.
Karin von Elbwart (CDU) wies darauf hin, dass es den Schulen aufgrund des engen Zeitrahmens derzeit nicht möglich sei, Schwimmen anzubieten. „Ausgerechnet die, die schwimmen lernen sollen, fallen hinten runter. Das tut mir unendlich leid.“ Bürgermeister Kian Shahidi sagte, noch lägen die Ergebnisse des Gutachters nicht „in Gänze“ vor. Er gehe davon aus, dass das Hallenbad nach der Reparatur wieder geöffnet werde.
