WILDESHAUSEN - Die Idee stammt von der CDU. Ratsfrau Julia Eylers ergriff unlängst die Initiative und brachte einen Antrag auf den Weg: In Wildeshausen soll eine so genannte Ehrenamtskarte eingeführt werden, über die den vielen uneigennützigen Helferinnen und Helfern gewisse Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen oder Rabatte bei Geschäften oder Freizeiteinrichtungen gewährt werden. Dafür ist es aber erforderlich, zunächst einmal eine Datei der Ehrenamtlichen zu erstellen. Dieser Aufgabe nehmen sich im Auftrag der Stadt die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen des Fachgymnasiums Wirtschaft der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen jetzt an.
Dabei setzen die BBS-Schüler und die Stadt auf die Mithilfe der Vereine, Institutionen und Gruppen, die von diesem Mittwoch an Post erhalten mit der Bitte, Adressenlisten ihrer Mitglieder zur Verfügung zu stellen. Nur mit solch einer Adressenliste könnten in einem zweiten Schritt die ehrenamtlichen Helfer direkt angeschrieben und nach ihren Wünschen und Anregungen befragt werden, erläuterten die Klassenlehrer Janna Gerjets und Ronny Anweiler, die das Projekt am Wirtschaftsgymnasium betreuen. Michael Krüger von der Stadtverwaltung versicherte bei der Vorstellung am Dienstag, dass bei der Befragung selbstverständlich alle Vorschriften des Datenschutzes eingehalten würden.
Sollte ein Verein in dieser Woche nicht angeschrieben werden, so wird er gebeten, sich per E-Mail unter michael.krueger@wildeshausen.de oder unter 04431/88800 zu melden. Die Erhebung soll noch bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Gefördert wird sie mit 500 Euro von der Stadt. Möglicherweise kommt noch einmal die gleiche Summe von der Freiwilligen-Akademie Niedersachsen hinzu.
Bürgermeister Dr. Kian Shahidi begrüßte das Projekt am Dienstag als „ausgesprochen sinnvoll“. Möglicherweise könne man nach der Erstellung dieser Analyse mit den dabei erzielten Erkenntnissen auch die Richtlinien für die Förderung der Vereine in der Kreisstadt auf eine neue Grundlage stellen.
