Wildeshausen - Nun steht einem Bio-Supermarkt in Wildeshausen nichts mehr im Wege: Grünes Licht für den erforderlichen Bebauungsplan „Zisch-Bargloyer Straße/Westring“ hat am Donnerstagnachmittag der Wildeshauser Rat bei drei Gegenstimmen der UWG sowie des parteilosen Ratsherren Karl Schulze Temming-Hanhoff gegeben. Die FDP enthielt sich.
Zuvor galt es aber, das Einzelhandelsentwicklungskonzept von Dr. Lademann und Partner für die Stadt Wildeshausen zu konkretisieren und aktualisieren. Geplant ist nun, den Bereich von „Zisch“, „Fressnapf“ und dem geplanten „Aleco-Biomarkt als „Privilegierter Nahversorgungsstandort“ ohne Aufenthaltsqualität auszuweisen.
All diese „Klimmzüge“ sind nicht zuletzt deshalb nötig, weil es rund um den Wildeshauser Westring sehr stringente Planungsvorgaben gibt, die dem Schutz der Geschäfte in der Innenstadt geschuldet sind.
Nach fast einem Jahr Verzögerung kann somit nun die Aleco-Fachhandelskette aus Sottrum, die 1986 unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl von den beiden Familien Blättermann und Appel gegründet wurde, ihre 20. Filiale im Nordwesten in Angriff nehmen.
In der Wildeshauser Innenstadt – in Zwischenbrücken - bietet bereits seit 1997 der Bioladen „Flax Naturkost“ ein entsprechendes Sortiment an – allerdings in deutlich kleinerem Rahmen als der geplante Supermarkt am Westring.
Vertagt wurde am Donnerstag der Antrag des Piraten Uwe Bock auf Offenlegung der Vereinszugehörigkeiten aller Ratsmitglieder. Hier schloss sich der Rat mehrheitlich dem Antrag von Kreszentia Flauger (Linke) an. Die hatte angeregt, dass die Verwaltung zunächst einen Sachvortrag eines kundigen Juristen zu diesem komplexen Thema organisieren solle.
