WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/MAM - Recht kurz war die Nacht für die 21 Mädchen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. Sie hatten sich in ihren Ferienpässen die „sportliche Gruselnacht“ ausgesucht und waren in die Turnhalle der Wildeshauser Wallschule „Im Hagen“ gekommen.
Claudia Volk vom Sportclub Wildeshausen hatte die Gruselnacht organisiert und sich gleich vier fleißige Helferinnen aus ihrer Tanzgruppe mitgebracht. Tatjana Volk und Nadine Thomalla kümmerten sich um die Akrobatikgruppe, die anderen beiden, Kathrin Famulla und Friederike Mües, um die Einrad- bzw. Rope-Skipping-Gruppe. Alle gemeinsam tobten sich auf dem Trampolin und bei einem Tanz zur Musik aus dem Film „Girls United“ aus.
Nach all diesen Anstrengungen durfte natürlich auch eine kräftige Stärkung nicht fehlen. Am Abend wurden gemeinsam Würstchen gegrillt.
Der gruselige Höhepunkt der Ferienpassaktion war eindeutig die Nachtwanderung. „Wir haben kleine Schätze versteckt, die die Mädchen suchen mussten. Natürlich mussten unterwegs auch noch sportliche Aufgaben bewältigt werden wie Hampelmann-Springen im Kanon“, berichtete Claudia Volk. Die größte Herausforderung für die 21 Mädchen war aber war eine Wegstrecke, die in Zweiergruppen – ohne die Betreuer und jegliche Lichtquellen – bewältigt werden musste.
Nachdem die letzten Mädchen gegen 3.30 Uhr erschöpft in ihre Schlafsäcke auf die Luftmatratzen gesunken waren, kehrte endlich Ruhe in der Turnhalle ein. Doch diese Ruhe währte nicht lange: Bereits um 7.30 Uhr waren auch die Müdesten schon wieder auf den Beinen, um sich beim gemeinsamen Frühstück für die letzten Stunden zu stärken. Gegen 11 Uhr wurden nämlich bereits die Eltern erwartet, die die neu erworbenen Fähigkeiten ihrer Töchter bestaunen wollten. Vorher musste aber noch einmal alles intensiv geprobt werden.
Trotz der kurzen Nacht waren aber um Punkt 11 Uhr alle hellwach, so dass die Präsentation des gemeinsamen Tanzes und der Akrobatikeinlagen schließlich viel Applaus erntete.
Dass ausschließlich Mädchen an der sportlichen Gruselnacht teilnahmen, hat übrigens zwei Gründe. „Wir haben einfach keine männlichen Betreuer finden können. Außerdem gibt es nur wenige Jungen, die gern Einrad fahren, Akrobatik machen und einen Tanz mit Tüchern einstudieren“, erklärte dazu Claudia Volk.
