WILDESHAUSEN - Der Wechsel von der Schule in die Berufswelt fällt – trotz diverser Praktika – nicht allen Jugendlichen leicht. Hilfe geben die Paten der Ausbildungsbrücke (ABB) Wildeshausen. Kürzlich traf sich der Steuerungskreis der ABB, der bei der Suche nach Paten hilft und öffentlich dafür wirbt.

„Die Ausbildungsbrücke ist im vergangenen Dezember von der Initiative der Diakonie „Arbeit durch Management/Patenmodell“ mit dem Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet worden“, teilte ABB-Koordinator Gerd Jacoby dem Steuerungskreis mit. Neben dem Schirmherrn, Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, gehören die Lehrer Jessica Preuschaft, Bernard Werner, Pate Rudolf Fasche, Wiebke Lenzschau (Vertreterin des HGV), Uwe Möller (Agentur für Arbeit in Wildeshausen), Hans Ufferfilge (Leiter des Fachbereichs Innen) und Schulausschuss-Vorsitzender Markus Grünloh zum Steuerungskreis.

Auch in Wildeshausen könne sich die Arbeit der Ausbildungsbrücke sehen lassen, so Jacoby. In Niedersachsen sind insgesamt 53 Patinnen und Paten tätig; zwölf kommen allein aus Wildeshausen. „An den 58 Patenschaften ist Wildeshausen mit 19 beteiligt; und von den in 2011 erreichten 14 Schulabschlüssen wurden sieben hier erworben“, so Jacoby. Die Zahlen reichten aber bei Weitem nicht aus. Es wird erwartet, dass im Sommer 15 Schüler einen Paten haben möchten. Daher werde der Steuerungskreis den Schwerpunkt seiner Unterstützung auf die Patengewinnung legen. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Bremer ABB sagte ein ältere Pate: „Das Ehrenamt übt neben anderen den Reiz aus, dass mich die Gedankenwelt der heutigen Jugend fit und jung erhält, auch wenn mir durch die gehabten Erlebnisse auch so manches graue Haar gewachsen ist.“ Das Vertrauen, das Eltern und Schüler den Paten entgegenbringen, sei ein „großes Geschenk“. Eltern müssen der Patenschaft schriftlich zustimmen und erlauben gleichzeitig den Lehrern, Daten über die Schüler an die Paten weiterzugeben. Jacoby: „Die Kinder haben im Laufe der Patenschaft immer mehr Erfolgserlebnisse. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt.“

Der Steuerungskreis stellte fest, dass die ABB noch lange nicht in den Köpfen angekommen sei. Daher soll für das Projekt mehr öffentlich geworben werden.   Koordinator Gerd Jacoby ist zu erreichen unter Telefon 04431-92350 oder per Mail unter: gerd.jacoby@gmx.de.