• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Kaum zu sehen: Heute hört man besser

29.12.2017

Wildeshausen Das erste transistorgesteuerte Hörgerät kam 1952 auf den Markt, heute vor 65 Jahren. Das waren analoge Hörgeräte, die die Größe einer Westentasche hatten. Jetzt sind die kleinen Helfer kaum noch sichtbar. Die NWZ fragte in Wildeshauser Fachgeschäften nach, was sich in Sachen Technik getan hat.

So viele Deutsche sind betroffen

In Deutschland sind etwa 11 Millionen Menschen (16 Prozent der erwachsenen Bevölkerung) von einer Schwerhörigkeit betroffen.

Ein Zuwachs von jährlich 150 000 bis 160 000 Schwerhörigen ist laut aktueller Studie zu erwarten.

Das erste transistorgesteuerte Hörgerät, ein analoges Taschenhörgerät, kam am 29. Dezember 1952 auf den Markt.

Wer ein Defizit am Hörvermögen hat, merkt es häufig erstmal nicht. „Meist merken es andere in der Familie“, sagt Christian Harting, Geschäftsführer von Harting Hören und Sehen. Nämlich dann, wenn der Betroffene den Fernseher oder das Radio immer lauter stellt.

Seit 16 Jahren ist Christian Harting Spezialist, wenn es ums Hören geht. Seitdem habe sich viel verändert auf dem Markt, sagt er. Waren früher noch mechanische Bauteile in einem beigen, großen Gehäuse verbaut – an denen man für Einstellungen schrauben musste – besteht das Hörgerät heute aus einem kleinen Computer. Vom Analogen zum Digitalen – „Das war in den letzten 20 Jahren ein großer Schritt.“ Auch der Klang sei von höherer Qualität. „Wie beim Unterschied von Kassette zu CD“, vergleicht Harting.

So sieht es auch Ute Rademacher, Geschäftsführerin vom Hörakustiker Rademacher Hören und Sehen. Früher habe es maximal drei bis vier Einstellungen gegeben, um das Hörvermögen zu verbessern, erklärt sie. Diese könnten heutzutage viel individueller gestaltet werden. Ein großer Fortschritt sei auch die Ohr-zu-Ohr-Synchronisation. Darüber hinaus könnten die Hörgeräte mit dem Smartphone verbunden werden.

Nach den Erfahrungen der Hörgeräteakustiker wird die Kundschaft jünger. Nicht, weil sie früher Probleme mit dem Hören bekommen, sondern weil das Hörgerät „gesellschaftsfähig“ geworden ist, so Christian Harting. Auch für den Betroffenen ist das Tragen eines Hörgerätes komfortabler geworden. „Das Hörgerät wird so programmiert, dass es die Einstellungen automatisch regelt. Es erkennt unterschiedliche Hörsituationen, zum Beispiel Sprache in Ruhe oder Sprache in geräuschvoller Umgebung, und stellt sich automatisch so ein, dass der Gesprächspartner bestmöglich aus der Geräuschkulisse hervorgehoben wird“, erklärt Rademacher.

Was sich allerdings nicht verändert hat: Um sich vor Schwerhörigkeit zu schützen, sollte man einen Gehörschutz benutzen, wenn es laut wird, raten die Experten.

Auslöser für Schwerhörigkeit könne neben Lärmeinflüssen ebenso ein Knalltrauma sein, weiß Christian Harting. Ein guter Rat für alle Böllerfreunde wäre für die bevorstehende Silvesternacht also: Immer schön weit werfen.

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

NWZonline.de/gesundheit
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.