Wildeshausen - Plitsch, platsch – die kleinen, bunten Plastikbälle landen über eine Rutsche im Bassin. Rasch schnappt sich Noah die ersten und stopft sie in ein kleines Rohr, um die Bälle wieder zum höchsten Punkt des Turms zu schießen. Der Siebenjährige ist begeistert. „Ich habe schon ein Feuerwerk gemalt“, erzählt der Steppke, „und Holzstapel aufgebaut.“ Gleich will er Luftballons knoten. Auch die Eltern Lena und Timo Nesemann sind angetan von der heiteren Stimmung.

Beim bunten Unterhaltungsprogramm anlässlich des Kinderschützenfestes am Samstag im Krandel war für jeden etwas dabei. Ehrenamtliche des Vereins „7 Zwerge“ sowie des Pfingstclubs „Die Orangen Bommels“ betreuten die vielen Kinder an zahllosen Stationen. Eine davon war das Ziehen an Seilen. Johanna (8) und Joline (8), die als Ehrendamen mit weißen Sonnenschirmen ausmarschiert waren, hatten Glück und gewannen reichlich Süßigkeiten. Derweil schlugen Nicola (10) und Laura (7) mit dem Hammer eifrig Nägel in einen Balken. Das Torwandschießen erfolgte diesmal auf eine riesige Dartscheibe, an der die Bälle haften blieben.

Viel los war auch am Stand der „Spielefeuerwehr“ von Wilhelm Schwanken, die auf Initiative der NWZ auf den Krandelplatz gekommen war. Ein riesiger Turm aus Bauklötzen entstand. Andere hatten viel Freude an der Kreativbaustelle oder an großen Seifenblasen, die im Sonnenlicht in Regenbogenfarben glänzten. Den größten Andrang gab es allerdings beim Modellieren von Luftballons. Wiebke Kösters und Tobias Mork zeigten den Kindern, wie aus den langen Ballons Pudel oder Schwerter geformt werden.

„Das fand ich richtig cool“, freute sich Anna-Lena (9) über ihr kleines Kunstwerk. „Mein Ballon ist leider geplatzt“, ärgerte sich Freundin Mara (8). Schwanken war erstaunt über die große Resonanz. „Nächstes Mal bringen wir mehr Luftballons mit.“ Zum Kinderschützenfest gehört auch der Mal-Wettbewerb im Zeughaus. Gut 100 Kunstwerke entstanden, berichtete Claudia Brünger.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent