Wildeshausen - Auf einer Hochzeit haben sie sich kennengelernt, sie war Trauzeugin der Braut, er Trauzeuge des Bräutigams. „Dann ist ein Funke übergesprungen“, lacht Harald Wulferding. Er und seine Frau Brigitte feiern an diesem Donnerstag goldene Hochzeit. Geheiratet haben sie ein gutes Jahr nach dem Kennenlernen – und nach einer langen Zeit der räumlichen Distanz: Brigitte Wulferding musste noch die Wirtschafterinnenschule in Hameln abschließen. Dann erst konnte sie in ihre Heimatstadt Wildeshausen zurückkehren, wo ihr zukünftiger Ehemann wartete. „Bis dahin habe ich ihr viele Briefe geschrieben. Den Stapel hat sie immer noch“, erzählt Harald Wulferding strahlend.

Die Hochzeit am 29. März 1968 war nach einer großen Verlobungsfeier eher klein: „Stattdessen haben wir eine große Hochzeitsreise unternommen: Mit dem Käfer in den Schwarzwald und nach Bayern“, schwelgen die beiden in Erinnerungen. Das Jahr 1968 wurde für die Wulferdings noch aufregender: Ihre Tochter Anja wurde geboren. Drei Jahre später kam Sohn Björn zur Welt. Zwischenzeitlich haben sie zwei Enkelinnen bekommen, ein erstes Urenkelkind ist auf dem Weg. Dafür hat Brigitte Wulferding ihr altes Hobby wiederentdeckt: Hatte sie früher gerne gestickt, gestrickt und gehäkelt, fehlte ihr später für Handarbeiten die Zeit. „Ich hatte genug mit den Händen zu tun“, lacht sie und präsentiert die handgestrickten Jäckchen und Schühchen für das Urenkelkind.

Langweilig wird es den Wulferdings sowieso nicht. Beide sind sie leidenschaftliche Gärtner – sie kümmert sich um die Blumen, er um den Gemüsegarten. Auch „Haustiere“ – oder eher Nutztiere – haben sie: Sie halten Hühner und Harald Wulferding ist seit Jahrzehnten begeisterter Imker. Auch das Holz für den Kachelofen hackt er – selbstverständlich – selbst. „All das hält geistig und körperlich fit“, betont er.

Ihre goldene Hochzeit feiern die Wulferdings erst im kleinen Kreis, die große Feier folgt im Mai – dann kann nämlich auch die Enkelin mit dem Urenkel dabei sein.