Wildeshausen/Harpstedt - Mit der „Schokofahrt“ wurden jetzt trotz der Corona-Krise über 100 Kilogramm Bio-Schokolade klimaneutral von Amsterdam nach Oldenburg transportiert. Am Montag machte sich der Wildeshauser Fahrradaktivist Martin Bruns auf den Weg, um die Schokolade die letzten Kilometer von Oldenburg nach Wildeshausen und Harpstedt zu bringen.
Gut 30 Kilogramm transportierte er auf seinem Fahrrad mit Anhänger. Am Dienstag verteilte er die Schokolade für den Verkauf in den Geschäften: in Wildeshausen im Buchladen Bökers am Markt und im Bio-Laden Flax sowie in Harpstedt in Carmens Bioladen.
Eigentlich wollte Bruns über Ostern mit seinem Team radelnd nach Amsterdam aufbrechen, um die Schokolade von dort nach Oldenburg zu bringen. Die Corona-Krise machte der Tour einen Strich durch die Rechnung. Internationale Fahrrad-Reisen waren über Ostern nicht ohne Weiteres möglich. Um aber die Produzenten von Kakao in der Dominikanischen Republik, die niederländische Schokoladenmanufaktur und die kleinen Geschäfte nicht hängen zu lassen, wurde der Transport von Amsterdam nach Oldenburg ausnahmsweise per klassischer Spedition bewältigt. Für die CO2-Emissionen wollen die Amsterdamer Chocolatemakers einen Ausgleichsbetrag für ein Wiederaufforstungsprojekt in Peru zahlen.
Jetzt warten Martin Bruns und seine Mitstreiter auf den Herbst. Im Oktober wollen sie zur achten „Schokofahrt“ aufbrechen, um klimaneutrale Schokolade für Weihnachten abzuholen. Sie hoffen, dass die Krise dann vorbei ist oder die Regeln soweit gelockert wurden, dass ihnen solche Fahrten wieder erlaubt sind.
