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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Mehr als 100 Jahre Geschichte

24.11.2017

Wildeshausen Es war ein einschneidender Schritt, als sich der 1854 gegründete Tierschauverein Wildeshausen nach mehr als 160 Jahren 2016 auflöste. „Es ist einfach immer schwieriger geworden, Tierschauen zu veranstalten. Wenn wir beispielsweise im Freien eine Tierschau organisieren wollten und es gerade wieder Fälle von Geflügelpest gab, war dies aufgrund der behördlichen Vorgaben nahezu unmöglich“, erläuterte seinerzeit der langjährige Vorsitzende Herbert Haske die Gründe für die Vereinsauflösung.

Heute setze man zudem eher auf große überregionale Veranstaltungen speziell für eine Tiergattung, wie zum Beispiel die DHV-Schau in Oldenburg, auf der Rinder aus dem ganzen Bundesgebiet präsentiert würden. „Früher gab es mehr Vielfalt“, so Haske weiter. Die letzte Tierschau des Vereins wurde 2007 in Neerstedt abgehalten. Parallel dazu machten sinkende Mitgliederzahlen dem Verein zu schaffen. Aus knapp 300 Mitgliedern zu Hochzeiten wurden schließlich 80.

„Angesichts dessen war es uns jedoch wichtig, unser Archiv in guten Händen zu wissen“, ergänzt der langjährige Kassenwart Hartmut Franz. Deshalb übergaben er und Haske am Donnerstag den kompletten Bestand an Unterlagen an den Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen.

„Wir sind natürlich sehr dankbar für diese Unterlagen, die von 1912 bis 2016 reichen und einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte der Zucht von Nutztieren dokumentieren“, betonte der Vorsitzende des Bürger- und Geschichtsvereins, Bernd Oeljeschläger. Zusammen mit Karl-August Kolhoff, Eva-Maria Ameskamp und Cornelia Harms hat er bereits einen ersten Blick auf die Unterlagen geworfen. „Es handelt sich um Protokollbücher, Ordner, die die Vereinsaktivitäten dokumentieren, Programmhefte und Kataloge der Tierschauen von 1925 bis 1995 sowie Sparbücher und ein Quittungsbuch“, erläutert Harms. Besonders spannend sei auch eine Mappe zur Vorbereitung der Tierschau von 1937, also mitten in der NS-Zeit.

Wenn die Unterlagen gesichtet, teils aus dem Sütterlin „übersetzt“ und in einem Bestandsverzeichnis erfasst sind, wandern sie ins Lager des Bürger- und Geschichtsvereins in der Musikschule. „Auf Wunsch holen wir sie dann gerne hervor“, betont Ameskamp. Sie kann sich auch gut vorstellen, auf Basis der neuen Quellen einen Beitrag für die Jahresschriften zu verfassen. Geklärt werden könnten dabei Fragen wie, welche Vieharten es rund um Wildeshausen gab oder welche Züchtungserfolge zu verbuchen waren.

Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703

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