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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Rotavirus-Infektionen auf Vormarsch

18.07.2019

Wildeshausen Das Robert-Koch-Institut (RKI), bundesweit zuständig für Infektionskrankheiten, schlägt Alarm: In Niedersachsen haben die Meldungen von sogenannten Rotavirus-Infektionen stark zugenommen. Wie die Krankenkasse „IKK classic“ unter Bezug auf die aktuelle RKI-Statistik berichtet, wurden bis Ende Juni landesweit fast 3000 Infektionen gezählt. Das seien mehr als doppelt so viele, wie im gesamten Jahr 2018 (1377). Auch im Landkreis Oldenburg wurde der Vorjahreswert überschritten, heißt es.

IKK-Regionalgeschäftsführer Markus Schrader spricht von einer „ungewöhnlichen Steigerung“ in diesem Jahr. „Im Landkreis Oldenburg wurde die meldepflichtige Krankheit in diesem Jahr bisher bereits bei 22 Patienten diagnostiziert“, erklärt Schrader. „Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es nur acht.“ Im gesamten Jahr 2018 wurden im Landkreis elf Infektionen gezählt.

Eine drastische Zunahme der Rotavirus-Infektionen vermag Dr. Leonhard Hamschmidt, ärztlicher Direktor des Kreisgesundheitsamtes in Wildeshausen, dagegen nicht erkennen. „Die Schwankungen sind normal“, sagt der Mediziner auf Anfrage unserer Zeitung. Gerade in den Sommermonaten komme es zu einem leichten Anstieg der Fallzahlen, weil Kinder eher mit Schmutz in Berührung kämen und die höheren Außentemperaturen die Virenverbreitung begünstigen würden. Derzeit gebe es ein bis drei Infektionen pro Woche, so Hamschmidt unter Hinweis auf den aktuellen Wochenbericht des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA). Deutlich höher sei die Infektionsrate im östlichen Landesteil. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits über 30 000 Infektionen beim RKI gemeldet, fast 7000 Meldungen mehr als 2018.

Rotaviren lösen starken Brechdurchfall aus. Die Erkrankung ist meldepflichtig, weil sie vor allem wegen des massiven Flüssigkeitsverlusts für Säuglinge und Kleinkinder lebensgefährlich sein kann.

Die Übertragung der hoch ansteckenden Viren erfolgt hauptsächlich durch eine „Schmierinfektion“. Winzige Mengen reichen dafür aus. Die wichtigste Vorsorge ist nach den Worten Hamschmidts eine konsequente Hygiene. Er rate, häufig die Hände gründlich zu waschen und auch Lebensmittel zu reinigen. Außerdem sei es wichtig, zu impfen. Die Ständige Impfkommission empfehle die Schluckimpfung für alle Säuglinge unter sechs Monaten. Sie sollte möglichst bis zum Alter von zwölf Wochen begonnen werden. In der Regel werden die meisten Kinder bis zum dritten Lebensjahr von Rotaviren erwischt und so immunisiert, erläutert Hamschmidt weiter.

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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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