WILDESHAUSEN - Bei der Nachnutzung des Bahnhofgeländes in Wildeshausen drückt die Politik aufs Tempo: Einstimmig empfahl der Bau- und Umweltausschuss am Donnerstagabend, für das von der Bahn AG erworbene Gelände eine Bauleitplanung durchzuführen. Die Verwaltung soll beauftragt werden, einen Bebauungsplan zu entwerfen. Sobald dieser rechtsverbindlich vorliegt, könnte als erstes der Bereich der ehemaligen Viehrampe an potenzielle Investoren veräußert werden. Weiterhin soll ein Busparkplatz im Bereich der P&R-Anlage entstehen.

Der Ausschussvorsitzende Hartmut Frerichs (SPD) mahnte an, die Suche nach Investoren zu forcieren. CDU-Fraktionschefin Karin von Elbwart forderte, den Initiativkreis für den Bahnhof stärker einzubinden. Evelyn Goosmann (SPD) sagte, es spreche nichts dagegen, mit einer Bebauung ab Ahlhorner Straße zu beginnen. Ein Antrag von Hermann Hitz (UWG), zunächst ein Gesamtkonzept mit allen Gebäuden aufzustellen, fand keine Mehrheit. Für die Beseitigung sicherheitsrelevanter Baumängel am Bahnhof sollen 38 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

Mehrheitlich keine Probleme sah der Ausschuss, das Straßenpflaster vor dem Gebäude Westerstraße 18 „(„Bäckerei Weymann“) um etwa sechs Zentimeter anzuheben, damit ein barrierefreier Zugang hergestellt werden kann. Einen entsprechenden Antrag hatte der Hauseigentümer, CDU-Ratsherr Uwe Dekker, gestellt. Er will auch sämtliche Kosten für die Aufpflasterung tragen. „Es wurde schon in früheren Fällen eine Anhebung des Bürgersteigs durchgeführt“, sagte Frerichs, der nicht die Bedenken der UWG teilte, die vor einem Präzedenzfall warnte. Helmut Rang (CDU) betonte, es gehe um eine reine Sachentscheidung. Er verlas ein Schreiben von HGV-Chef Johannes Lenzschau, der sich ebenfalls für diese Lösung aussprach. Bei nur einer Gegenstimme (Hermann Hitz) beschloss der Ausschuss, dem Antrag des Eigentümers zu folgen. Der Bauhof soll die Arbeiten beaufsichtigen. Bis zum nächsten Verwaltungsausschuss soll geprüft werden, ob Eigentümer, denen eine Aufpflasterung verwehrt wurde, Regressansprüche an die

Stadt haben.

Bild: Blume