WILDESHAUSEN - Die Chance im Wandel will die Wildeshauser CDU suchen. Befürchtungen, in der Wildeshauser Politik herrsche Stillstand, seien falsch, sagte Ratsvorsitzender Uwe Leinemann (CDU), der im Rahmen der Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbands am Dienstagabend in der Gaststätte Wolters über viele positive Entwicklungen berichtete. Gerade die Fördermaßnahmen beim Kauf von Baugrundstücken trügen mit dazu bei, die Kreisstadt familien- und kinderfreundlicher zu machen.

Auslöser für Leinemanns Jahresrückblick war die Rede von Bürgermeister Dr. Kian Shahidi beim Jahresempfang. „Leider hat der Bürgermeister nur Negatives aus dem Rat berichtet“, sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Steinhoff. Damit habe Shahidi den Beweis geliefert, dass er die Absicht der 33 Unterzeichner eines offenen Briefes nicht verstanden habe, die ein besseres Miteinander angemahnt hatten. Steinhoff: „Wir wollen keine neuen Grabenkämpfe!“

„In welcher Stadt mit weniger als 20 000 Einwohnern gibt es eine solche Vielfalt des Bildungsangebotes?“, so Leinemann unter Hinweis darauf, dass allein an fünf Einrichtungen in Wildeshausen das Abitur erworben werden kann. Zu den positiven Beschlüssen zählte er auch die Einführung der Ehrenamtskarte oder die Erweiterung der Bücherei-Öffnungszeiten. Auch die Wirtschaftsförderung der GEG sei erfolgreich. So wurden alle Grundstücke an der Schapböge verkauft – und fast eine Million Euro an die Stadt überwiesen. Fünf neue Betriebe siedelten sich 2008 an; etliche Grundstücksflächen wurden für Firmenerweiterungen verkauft.

Die Wildeshauser CDU hatte zum Jahresende 2008 204 Mitglieder – 13 weniger als im Vorjahr, wie Schatzmeister Lothar Klawonn berichtete. Einnahmen von 14 200 Euro standen Ausgaben von 16 950 Euro gegenüber. Damit habe der Stadtverband noch einen Bestand von 3000 Euro in der Kasse. Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. CDU-Kreisvorsitzender Ansgar Focke warb dafür, im Jahr 2011 für einen Wechsel im Kreistag zu kämpfen. Die CDU könne „die sozialliberale Mehrheit nicht akzeptieren“. CDU-Bundestagskandidatin Astrid Grotelüschen und der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley wiesen auf die Anstrengungen beim Konjunkturparket von Bund und Land hin.